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Das Netzwerk für die Beschäftigten der Weiterbildungsbranche
organisiert vom Fachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung in ver.di


Allgemeine und politische Weiterbildung
Die allgemeine und politische Weiterbildung fällt in den Zuständigkeitsbereich der Bundesländern. In den jeweiligen Landesgesetzen ist geregelt, welche Träger der Erwachsenenbildung von den Bundesländern gefördert werden. Die Förderung durch die Bundesländer ist seit Jahren rückläufig.

Die wichtigsten Trägerzusammenschlüsse veröffentlichen ihre Daten regelmäßig in einer Weiterbildungsstatistik, die auf der Homepage des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung abrufbar ist.



Politische Bildung wird deutlich beschnitten
(23.08.2010) Nach offizieller Verlautbarung des letzten "Spargipfels" der Bundesregierung soll an der Bildung nicht gespart werden. Nun wurde bekannt, dass im Etat der Bundeszentrale für Politische Bildung (bpb) in den nächsten vier Jahren insgesamt über 15 Millionen Euro gekürzt werden sollen - das sind in den Jahren 2012 bis 2014 13 Prozent des Haushalts der Bundeszentrale. Die Kürzungen würden insbesondere die Arbeit von freien Trägern politischer Bildung massiv treffen, die von der bpb gefördert werden.

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„Wir müssen die Sichtbarkeit der politischen Bildung verbessern"
(15.07.2010) Nicht überall, wo Politische Bildung drin ist, steht auch Politische Bildung drauf, findet Lothar Harles, seit Mai Vorsitzender des Bundesausschuss Politische Bildung (bap). Harles strebt daher neben eigenen Aktivitäten eine stärkere Vernetzung mit anderen Trägerbereichen und –strukturen an – ohne dabei jedoch die Aufgabe der Politischen Bildung aus den Augen zu verlieren: die Stärkung von Partizipation und Demokratie.

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Politischen Bildungsträgern droht der Kahlschlag
(09.07.2010) An der Bildung soll nicht gespart werden. So lautete zumindest die Ankündigung der schwarz-gelben Regierung. Doch was für den Etat des Bildungsministeriums gilt, muss an anderer Stelle nicht gelten. So plant die Bundesregierung massive Kürzungen im Bereich der politischen Bildung und Weiterbildung. So soll die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ab 2012 jährlich 5 Millionen Euro einsparen. Die Kürzungen werden insbesondere die Träger der politischen Bildung zu spüren bekommen.

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Volkshochschulen haben die höchste Zahl an Unterrichtsstunden seit 30 Jahren
(29.06.2010) Die Volkshochschulen in Baden-Württemberg verzeichneten 2009 einen positiven Trend bei Unterrichtsstunden und Teilnehmerzahlen. In den vergangenen fünf Jahren wuchs die Teilnehmerzahl um 6,4 Prozent.

„Bei der Finanzierung durch das Land liegen die baden-württembergischen Volkshochschulen im bundesweiten Vergleich abgeschlagen am Ende der Skala. Tatsache ist, dass die Volkshochschulen anhaltend einen immer größeren Anteil ihrer Arbeit selbst finanzieren: 2009 stieg der Eigenfinanzierungsanteil erneut um 0,8 Prozent auf insgesamt 66 Prozent im Landesdurchschnitt. Dieser hohe Eigenfinanzierungsanteil in Baden-Württemberg beinhaltet einen Anteil der Teilnahmegebühren an der Finanzierung der vhs-Arbeit von 57,4 Prozent. Bundesweit liegt der Anteil der Teilnahmegebühren an der Finanzierung der vhs-Arbeit lediglich bei 39,4 Prozent, das bedeutet eine Differenz von 18 Prozent“, so der Verband in seiner aktuellen Pressemeldung.

Die Unterfinanzierung führt auch zu einer verstärkten sozialen Selektion der Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Der Zuschuss des Landes stieg um knapp 2 Prozent. „Diese Erhöhung ist erfreulich, aber sie reicht bei Weitem nicht aus, die erhöhte soziale Selektivität des Bildungssystems in Baden-Württemberg in der Weiterbildung aufzuhalten“, so Verbandsdirektor Dr. Hermann Huba. „Eigentlich müssten sich Menschen aus allen sozialen Schichten und Milieus Weiterbildung leisten können.“

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Weiterbildung ist Zukunft
(16.06.2010) Die Landesarbeitsgemeinschaft Weiterbildung in Sachsen kritisiert die Sparpläne der sächsischen Landesregierung im Bereich der Weiterbildung. Schon heute sei Sachsen „Schlusslicht bei den Pro-Kopf-Ausgaben für die Erwachsenenqualifizierung“, so Beate Bergner von der Ländlichen Erwachsenenbildung. Daher müsse die Förderung der Weiterbildung „mindestens auf dem jetzigen Niveau bleiben“.

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Politische Bildung gestaltet Demokratie
(09.06.2010) Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten hat seinen Bericht über das Geschäftsjahr 2009 vorgelegt. Dieser steht ganz im Zeichen des fünfzigjährigen Bestehens, das der AdB 2009 feiern konnte. Ein großer Teil der Verbandsaktivitäten im vergangenen Jahr war diesem Anlass gewidmet.

Der Bericht stellt darüber hinaus vor, was im Programm Politische Jugendbildung und in der Projektarbeit geleistet wurde. Die Themen „Interkulturelles Lernen und Interkulturelle Öffnung“, „Politische Bildung mit Medien“ und „Bildung für Demokratie und Menschenrechte“ standen dabei im Mittelpunkt. Weitere Informationen über Fortbildungen und Fachtagungen, über Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit sowie über die Querschnittsthemen Gender-Mainstreaming und Qualitätsentwicklung geben einen umfassenden Überblick über die Verbandsaktivitäten.

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen in Krisenzeiten zieht der AdB eine positive Bilanz seiner Arbeit: Politische Bildung will Wissen vermitteln, Urteilsbildung ermöglichen und zum verantwortungsbewussten, solidarischen Engagement ermutigen und befähigen. Damit dies gelingt, ist eine plurale, unabhängige, flächendeckende und zielgruppenadäquate Träger- und Angebotsvielfalt politischer Bildung notwendig. Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten hat dazu beigetragen, diese Angebotsvielfalt auf hohem qualitativem Niveau zu erhalten und zu fördern.

Wir dokumentieren die Schlussfolgerungen und Perspektiven, die der Verband aus seiner Arbeit gezogen hat.

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Süssmuth: Integration für "Altzuwanderer" gefährdet
(04.06.2010) Rund 30.000 integrationswillige so genannte "Altzuwanderer", die ihre Deutschkenntnisse verbessern wollen, müssen in diesem Jahr damit rechnen, nicht zu einem Integrationskurs zugelassen zu werden. Darauf hat die Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes e.V. (DVV), Prof. Dr. Rita Süssmuth, heute in Berlin hingewiesen.

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Andauernde unzureichende Bezahlung der Lehrkräfte in Integrationskursen
(12.05.2010) Die Honorarsätze von Dozenten und Dozentinnen in Integrationskursen sind weiterhin katastrophal niedrig. Bei der Trägerbefragung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BMAF) 2009 gaben 44 Träger an, weniger als 15 Euro die Unterrichtsstunde zu zahlen. Weitere 277 Träger lagen im Bereich zwischen 15 und 16 Euro/Unterrichtstunde. Das waren mehr als 26 Prozent der zugelassenen Träger, die die Frage der Honorarhöhe beantwortet haben.
Die zusätzlichen Mittel von 44 Millionen Euro in 2010 sollen primär dafür genutzt werden, sämtliche Rechtsansprüche auf Kursteilnahme zu erfüllen. "Darüber hinaus werden derzeit Spielräume zur Verbesserung der Vergütung der Lehrkräfte geprüft," so die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Kleine Anfrage der LINKEN.

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Wirtschaft(en) in gesellschaftlicher Verantwortung Demokratie - Ökonomie - Politische Bildung
(08.03.2010) Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten (AdB)sieht in der Finanz- und Wirtschaftskrise einen weiteren Grund für den zunehmenden Vertrauensverlust in die Gestaltungskraft der Politik und befürchtet dadurch auch eine Schwächung der Demokratie. Er hat deshalb beschlossen, diese Problematik in den Mittelpunkt seines Jahresthemas 2010 zu stellen. Unter dem Titel „Wirtschaft(en) in gesellschaftlicher Verantwortung. Demokratie – Ökonomie – Politische Bildung“ wollen der AdB und seine Mitglieder den Ursachen und Folgen der aktuellen Krise in Angeboten der politischen Bildung nachgehen und sich dafür einsetzen, dass Jugendliche und Erwachsene nicht nur die für sie wichtigen Informationen zu einem besseren Verständnis in die ökonomischen Zusammenhänge erhalten, sondern auch die Kompetenzen entwickeln, die sie zu einer aktiven Beteiligung an den Auseinandersetzungen über die Zukunft der Wirtschaftssysteme befähigen.

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Ver.di wehrt sich gegen Angebotsstreichungen
(23.02.2010) Die Städte Solingen und Wuppertal ersticken in der Finanzmisere. Mit drastischen Einsparungen bei der Bergischen Volkshochschule wollen die Städte ihre Haushalte entlasten.
Im Wirtschaftsplan wird festgestellt, dass sich das Stammpersonal durch „Personalanpassungen“ bis 2015 um 23,55 Stellen reduziert. Dabei wird überwiegend im pädagogischen Bereich abgebaut. „Diese drastischen Abbaupläne treffen die Bergische VHS bis ins Mark“ kommentiert Grit Genster von ver.di den vorliegenden Wirtschaftsplan. „Wer in dem Umfang das Angebot der VHS zusammen streicht, stellt die Bergische VHS als Bildungseinrichtung in Frage.“

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Gesetzesvorhaben schränkt Angebot ein
(13.02.2010) Die Arbeitskammer des Saarlandes sieht im Gesetzentwurf der Landesregierung zum Bildungsfreistellungsgesetz einen weiteren Schritt zur Aushöhlung der bestehenden Regelung. „Sollte das Gesetz so den Landtag passieren, wird das Angebot an Weiterbildung noch weiter zurückgehen“, sagt der AK-Vorstandsvorsitzende Hans Peter Kurtz.

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60 Jahre Weiterbildungseinrichtung „Arbeit und Leben NRW“
(13.12.2009) Die gemeinsame Weiterbildungseinrichtung von DGB und Volkshochschule in Nordrhein-Westfalen, „Arbeit und Leben NRW“, feierte am Montag (16. November) ihr 60jähriges Bestehen. Arbeitsminister Karl-Josef Laumann erinnerte bei dieser Gelegenheit an die große Bedeutung des außergewöhnlichen Kooperationsmodells für die Arbeitnehmer im Land. „Diese Einrichtung steht seit ihrer Gründung für die Weiterbildung zu Demokratie, Toleranz und gesellschaftlichem Engagement“, sagte Laumann.

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Bildungsurlaub auf berufliche Weiterbildung begrenzen
(01.12.2009) Die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer und die Unternehmensverbände des Saarlands (VSU) wenden sich gegen die Verländerung des Bildungsurlaubs im Saarland. Allenfalls für die berufliche Weiterbildung solle es Freistellungsansprüche geben.
„Fünf Tage bezahlten Bildungsurlaub für die allgemeine und politische Weiterbildung können und dürfen wir uns am Standort Saarland nicht leisten“, so IHK, HWK und VSU.

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Volkshochschulen weiter auf Wachstum programmiert: Erneut Rekordergebnis erzielt
(10.11.2009) Fast 570.000 Kurse, rund 9 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, mehr als 15,1 Millionen Unterrichtsstunden – Zahlen, die eine neue Bestmarke definieren: Die Volkshochschulen in Deutschland konnten ihren vor einem Jahr aufgestellten Rekord noch einmal übertreffen.

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Sozialhilfe statt Förderung bei Legasthenie
(14.10.2009) Der BVL, Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie, sieht die berufliche Integration von Legasthenikern aufgrund fehlender Förderung massiv gefährdet. Wer nicht lesen und schreiben kann, bekommt keine Arbeitsstelle. Und wer selber an Bildungsangeboten teilnimmt, um seine Beschäftigungsfähigkeit zu erhöhen, dem soll das Arbeitslosengeld wegen mangelnder Verfügbarkeit für den Arbeitsmarkt entzogen werden.

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Quo vadis Bildungskompetenz der Parteien? Neue Ergebnisse des Bildungsbarometers
(16.09.2009) Wenige Tage vor der Bundestagswahl wird deutlich, dass aus der Sicht der Wähler den Parteien die Bildungskompetenz verloren gegangen ist. Das neueste Bildungsbarometer liefert hierzu die entsprechenden Daten: Bei der Frage, welche Partei kurzfristig die besten Ideen für der Bildung hat und besten Entscheidungen trifft, nennen 33% (bezüglich der Ideen) bzw. 41% (hinsichtlich der Entscheidungen) keine Partei. Das ist keine gute Werbung für das in vielen politischen Reden gebrauchte Wort „Bildung“.

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Deutschland gibt nach wie vor zu wenig Geld für Bildung aus
(09.09.2009) Deutschland liegt mit seinem Bildungssystem trotz leichter Verbesserungen international weiter zurück. Dies geht aus dem neuen weltweiten Bildungsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, der am 08.09.2009 in Berlin veröffentlicht wurde.
Im internationalen Vergleich beteiligen sich in anderen Ländern erheblich mehr Menschen an qualifizierter Weiterbildung. "Wenn Deutschland gestärkt aus dieser Wirtschaftskrise hervorgehen will, dann ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, in Bildung und höhere Qualifikation zu investieren", sagte OECD-Bildungsdirektorin Barbara Ischinger.

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Das Alphabetisierungs- und Grundbildungsangebot in Deutschland
(09.09.2009) Lesen und Schreiben, die Grundrechenarten und elementare Sozialtechniken sind unumgängliche Voraussetzungen für eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und am Arbeitsmarkt. Doch immer noch fehlen auch in Deutschland vielen Menschen diese Fähigkeiten.
Der „Monitor Alphabetisierung und Grundbildung“, ein von der Bundesregierung gefördertes Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE), des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung (BVAG) und des Deutschen Volkshochschulverbandes (DVV), versucht empirisches Wissen über Struktur und Fortgang der Alphabetisierungsarbeit in der Bundesrepublik zu schaffen und hat heute die ersten Ergebnisse veröffentlicht.
Nach verschiedenen Schätzungen gibt es in Deutschland zwischen 400.000 und 6 Millionen funktionale Analphabeten. Diesen stehen der neuen Umfrage zufolge aber nur knapp 14.000 Kursplätze gegenüber.
Auch bei den Personalstrukturen sprechen die Zahlen eine klare Sprache: Von den 1.754 in der Alphabetisierung und Grundbildung tätigen WeiterbildnerInnen stehen nur 239, also gerade einmal 13,6%, in regulären Arbeitsverhältnissen. Der allüberwiegende Teil der Lehrenden sind Honorarkräfte. Auch der Bereich der ehrenamtlich Tätigen ist noch ausbaufähig, er liegt zurzeit bei etwa 6%.

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