| Berufliche Weiterbildung |  | Die Unternehmen fordern vermehrt Anstrengungen der Beschäftigten in Weiterbildung und Lebenslangem Lernen. Strittig ist vor allem, wer die Kosten der Maßnahmen tragen soll. Die Unternehmen erwarten von den Beschäftigten, mindestens den Zeitaufwand der Weiterbildung als eigenen Anteil einzubringen.
Tarifvertragliche Regelungen werden dagegen häufig abgelehnt. Die Unternehmen wollen die Möglichkeit zur Teilhabe an Weiterbildung lediglich durch ihre betrieblichen Interessen bestimmt sehen. Den Abschluss von Tarifverträgen zur Weiterbildung wird diese Haltung nicht fördern.
Arbeitsminister Schneider: „Das Potential für Fachkräfte im Land ist vorhanden – wir müssen es mobilisieren und nutzen!“ (31.08.2010) Zu Forderungen aus Teilen der Wirtschaft, dem Fachkräftemangel verstärkt über weitere Zuwanderung zu begegnen, erklärte Nordrhein-Westfalens Arbeits- und Integrationsminister Guntram Schneider heute (26. August) in Düsseldorf: „Wenn jetzt bei anziehender Konjunktur die Unternehmen wieder mehr Fachkräfte brauchen, dann fällt das nicht vom Himmel.“ Angesichts des demographischen Wandels sei diese Entwicklung schon seit Jahren absehbar gewesen. „In Deutschland haben rund 15 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 29 Jahren keinen Berufsabschluss. Klar, dass sie nun als Fachkräfte fehlen“, sagte Schneider.
mehr...Ohne Weiterbildung droht die Kündigung (16.08.2010) Arbeitnehmer müssen sich im Zweifelsfall selbst darum kümmern, dass sie mit der zunehmenden Technisierung im Job mithalten können.
Selbst die dienstältesten Mitarbeiter eines Unternehmens sind in der Wirtschaftskrise nicht gefeit vor einer Kündigung. Das gilt insbesondere dann, wenn sie den Anforderungen im Betrieb nicht so gut gewachsen sind wie andere Kollegen. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein hervor, das jetzt bekannt wurde (Aktenzeichen: 3 Sa 153/09).
mehr...Weiterbildungsangebote im Saarland gefragt (11.08.2010) Die saarländischen Unternehmen haben die Krisenzeiten offensichtlich genutzt, ihre Beschäftigten weiter zu qualifizieren. Diese Einschätzung der IHK Saarland belegen die gegenüber den Vorjahren überdurchschnittlich gestiegenen Teilnehmerzahlen an Weiterbildungsangeboten saarländischer Bildungsträger im ersten Halbjahr 2010.
mehr...Krisenbetriebe sparen bei der Weiterbildung (28.07.2010) Qualifizieren statt entlassen - unter diesem Motto stand die Ausweitung der Kurzarbeit. Die Teilnahme an öffentlich geförderten Qualifizierungsprogrammen hat laut Bundesagentur für Arbeit im vergangenen Jahr tatsächlich etwas zugenommen. Die Unternehmen selber haben die auftragsarme Zeit in der Wirtschaftskrise aber nur selten für verstärkte Weiterbildung genutzt. Von der Krise direkt betroffene Unternehmen haben ihre Weiterbildungsaktivitäten sogar eher zurückgefahren. Das zeigen Ergebnisse der aktuellen Betriebsrätebefragung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung, die in der Juni-Ausgabe der WSI Mitteilungen veröffentlicht sind.
mehr...Meister-BAföG 2009: Erneuter Anstieg der Geförderten in Deutschland (22.07.2010) Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von „Meister-BAföG“ im vergangenen Jahr um 12,9% gestiegen. 2009 erhielten in Deutschland circa 158 000 Personen „Meister-BAföG“-Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz. Damit stiegen im zweiten Jahr in Folge die Gefördertenzahlen und damit verbunden das finanzielle Volumen der Förderungen.
mehr...Leiser Optimismus in der Weiterbildungsbranche (06.07.2010) 2009 erzielten die Mitgliedsinstitute des Wuppertaler Kreis e. V. gemeinsam einen Umsatz von über 1,2 Milliarden Euro. Mehr als 11.000 fest angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und fast 40.000 freie Trainer und Dozenten vermitteln in den Seminaren und Lehrgängen Inhalte für Führungs- und Fachkräfte der Wirtschaft. Mehr als 1,1 Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben 2009 an Veranstaltungen der Institute des Wuppertaler Kreises teilgenommen.
mehr...Land stellt über 20 Millionen Euro zur beruflichen Qualifizierung bereit (04.07.2010) Die niedersächsiche Landesregierung stellt bis Ende 2013 gut 20 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) für die berufliche Weiterbildung zur Verfügung.
Ab sofort können kleine und mittlere Unternehmen für Maßnahmen zur beruflichen Weiterbildung jährlich Fördermittel in Höhe von bis zu 5.000 Euro im Konvergenzgebiet des ehemaligen Regierungsbezirks Lüneburg und bis zu 4.000 Euro in den übrigen Regionen Niedersachsens erhalten.
mehr...Zahl der weiterbildenden Betriebe ist gesunken (17.06.2010) In der Wirtschaftskrise ist der Anteil der weiterbildenden Betriebe gesunken. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in der am Donnerstag erschienenen Ausgabe der Zeitschrift IAB-FORUM. Mit 45 Prozent lag der Anteil der Betriebe, die ihren Beschäftigten regelmäßig Weiterbildungen anbieten, im Jahr 2009 vier Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Im Zeitraum von 1999 bis 2008 war der Wert von 39 Prozent auf 49 Prozent angestiegen.
mehr...Tarifvertrag Zukunft in Bildung kommt im Juli - Angesparte Arbeitszeit zur Weiterbildung nutzen (08.06.2010) Die IG Metall-Tarifkommission für die Metallindustrie NRW hat grünes Licht für den Abschluss eines Tarifvertrags zur Weiterbildung gegeben. Die Kommissionsmitglieder akzeptierten jetzt in Sprockhövel die mit dem NRW-Arbeitgeberverband abgestimmten Eckpunkte des neuen Tarifvertrags "Zukunft in Bildung" (TV ZiB). Er soll im Juli dieses Jahres in Kraft treten.
mehr...Chance für mehr Weiterbildung verpasst (03.06.2010) Qualifizieren statt entlassen - unter diesem Motto stand die Ausweitung der Kurzarbeit. Gerade von der Wirtschaftskrise getroffene Unternehmen haben die auftragsarme Zeit jedoch nicht für mehr Weiterbildung genutzt.
mehr...Weiterbildung gewinnt immer mehr an Bedeutung (06.05.2010) „Ohne Weiterbildung geht auch der Vorteil des ‚bestqualifiziertesten’ Personalbestandes verloren.“ Diese Aussage eines Unternehmens im Rahmen der IHK-Online-
Unternehmensbefragung findet sich in zahlreichen Unternehmensmeinungen wieder,
auch wenn sie nicht immer derart auf den Punkt gebracht wird. Gleichzeitig beschreiben
viele Betriebe es aber als Herausforderung, Qualifizierungsbedarf und -bereitschaft der
Mitarbeiter mit den Rahmenbedingungen und Bedürfnisse des Unternehmens in Einklang
zu bringen.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat die Ergebnisse der Umfrage jetzt veröffentlicht.
mehr...Arbeitsministerin Haderthauer: Weiterbildung in Betrieben bricht ein - Fachkräfte aber weiter gesucht! (08.04.2010) Die Weiterbildungsbeteiligung der Betriebe in Bayern ging 2009 erschreckend stark zurück. Nur noch 42 Prozent aller Betriebe haben sich im letzten Jahr in der beruflichen Weiterbildung engagiert, im Jahr zuvor waren es noch fast die Hälfte, so die Ergebnisse des bayerischen IAB-Betriebspanels 2009.
mehr...Fairness auf dem Arbeitsmarkt (01.04.2010) Das SPD-Präsidium hat am 15. März 2010 ein arbeitsmarktpolitisches Gesamtkonzept unter dem Motto: „Fairness auf dem Arbeitsmarkt“ beschlossen. Die SPD fordert in dem Programm eine Begrenzung der Leiharbeit, einen gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro die Stunde und einen sozialen Arbeitsmarkt, der für mehr Gerechtigkeit sorgen und die Würde der Menschen sichern soll.
Um diese Ziele erreichen zu können, sei es nötig, mit umfangreichen Hilfen zur Qualifizierung und Weiterbildung den Fachkräftebedarf der Zukunft zu decken. Wir dokumentieren im Folgenden den Teil des Programms, der sich mit Fragen der Qualifizierung beschäftigt.
mehr...Evaluierung des Instruments der „Bildungsprämie“ (30.03.2010) Im Dezember 2009 hat die alte Bundesregierung die Weiterbildungsprämie eingeführt. Die SPD wollte nun wissen, welche Erfahrungen gut ein Jahr nach der Einführung mit der Weiterbildungsprämie vorliegen. Die Erfahrungen sind bisher nicht überwältigend.
Zunächst musste ein Beratungsnetzwerk aufgebaut werden, das zur Ausgabe von Prämiengutscheinen berechtigt ist. Inzwischen sind über 450 Beratungsstellen aktiv, insgesamt wird ein Netz von 701 Beratungsstellen angestrebt. Die ursprünglich gewährte Prämie (154 Euro) war nicht attraktiv genug, um eine höhere Nachfrage zu erzeugen. Aus diesem Grund wurde die Bildungsprämie ab 2010 auf 500 Euro angehoben. Die Änderungen zum Jahreswechsel 2010 scheinen zumindest in die richtige Richtung zu zeigen. Seit dem Jahreswechsel 2010 sollen wöchentlich über 1.000 Prämiengutscheine ausgegeben werden.
mehr...Idealismus versus Überlebenskampf (30.03.2010) Alexander Koch hat sich in einer Broschüre des Fachbereichs Bildung, Wissenschaft und Forschung ver.di in NRW mit den Gründen beschäftigt, die qualifizierte PädagogInnen dazu veranlasst, als Selbstständige in der Erwachsenenbildung zu arbeiten?
„Identifikation und Persönlichkeitswahrung und selbstbestimmte Kundenorientierung stellen eine Basis für die freiberufliche Tätigkeit dar. Identifikation als Freude an der Arbeit, Persönlichkeitswahrung als authentisches Auftreten und selbstbestimmte Kundenorientierung als ambivalentes Angebot aus Authentizität und Nachfrage“, so Koch. Auf der anderen Seite gibt es kaum eine andere Möglichkeit, in der allgemeinen Erwachsenenbildung zu unterrichten, als sich den Status des Freiberuflers zuzulegen. Denn lediglich 1.000 festangestellte pädagogische Mitarbeiter der Volkshochschulen sind in der Lehre tätig. Für den Großteil des Unterrichtsangebots sorgen freiberufliche Mitarbeiter. Ganz so freiwillig wird offensichtlich niemand Freiberufler, die Verhältnisse lassen ihm einfach keine „Wahl“.
mehr...„Baden-Württemberg 2030 – Bevölkerungsentwicklung und Qualifizierungsbedarf“ (19.03.2010) „Berufliche Weiterbildung ist eine Zukunftsinvestition sowohl für das Unternehmen als auch für den Einzelnen. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Sicherung des Fach- und Führungskräftebedarfs“, erklärte Richard Drautz, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, anlässlich der Veranstaltung des Wirtschaftsministeriums zum Thema „Baden-Württemberg 2030 - Bevölkerungsentwicklung und Qualifizierungsbedarf“ im Haus der Wirtschaft in Stuttgart.
mehr...Tarifvertrag in NRW abgeschlossen - Jetzt kommt noch ein weiterer Tarifvertrag: Zukunft in Bildung (20.02.2010) In der Metalltarifrunde 2010 in NRW wurde der Tarifvertrag "Zukunft in Bildung" ganz neu eingeführt. Damit entsteht ein verbindlicher Rahmen für die neue Qualifizierungsteilzeit. So wird es in Zukunft möglich sein, geblockte Qualifizierungszeiten zu nutzen - unter Fortzahlung der Bezüge und mit Arbeitsphasen verbunden. Zwei Jahre mit zwei Dritteln des Entgelts zu arbeiten, schafft die Möglichkeit, ein Jahr z. B. zur Meisterschule zu gehen oder sich zur Fremdsprachenkorrespondentin weiterzubilden und in dieser Zeit weiterhin Einkommen zu haben.
mehr...Bildungsprämie wirkt: Interesse an Weiterbildung nimmt deutlich zu. (02.02.2010) "Das Interesse an Weiterbildung nimmt erfreulich zu." Mit diesen Worten kommentierte Bundesbildungsministerin Annette Schavan die Ausgabe des zehntausendsten Prämiengutscheines, mit dem die Bundesregierung die individuelle berufliche Weiterbildung fördert.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt Erwerbstätige in Deutschland in ihrer beruflichen Weiterbildung mit bis zu 500 Euro Zuschuss in Form eines Prämiengutscheins.
mehr...Erziehungsurlaub verringert Weiterbildungschancen (07.01.2010) Auch gut gemeinte Ansätze können sich negativ auswirken. Deutschland gehört weltweit zu den Ländern, die Müttern den längsten Erziehungsurlaub gewähren. Doch mit dieser Elternzeit sind nicht nur Vorteile für junge Frauen und Familien verbunden. Eine vom Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlichte Studie zeigt vielmehr, dass sich die Weiterbildungswahrscheinlichkeit von Müttern, aber auch von jungen Frauen ohne Kinder, seit der gesetzlichen Ausweitung des Erziehungsurlaubs von 18 auf 36 Monate im Jahr 1992 in den Jahren danach deutlich um ein Drittel oder gar die Hälfte verringert hat. Die Weiterbildung auf Initiative des Arbeitgebers war dabei besonders stark rückläufig.
mehr...Bildungscontrolling: Betriebe schauen vor allem auf die Kosten (15.12.2009) Bildungscontrolling hat im Vergleich der Jahre 1997 und 2008 in deutschen Betrieben an Bedeutung und Verbreitung zugenommen. Etwa jeder zweite Betrieb wendet aktuell zumindest einzelne Maßnahmen des Bildungscontrollings in seinem Unternehmen an. Dabei gilt: Je größer der Betrieb, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass er Bildungscontrolling einsetzt. Aber auch viele Kleinbetriebe setzen zumindest Teile von Bildungscontrolling ein und sind zum Beispiel noch mehr als größere Unternehmen daran interessiert, sowohl die Kosten als auch den Nutzen von Weiterbildungen zu erfassen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) unter rund 1.400 Betrieben.
mehr...Europas Lehrer hätten gern mehr Fortbildung (01.12.2009) OECD und Europäische Kommission haben am 24. November 2009 ihren neuen Bericht "Teachers´ Professional Development: Europe in international comparison" (Die berufliche Entwicklung der Lehrkräfte: Europa im internationalen Vergleich) präsentiert. Laut diesem Bericht ist es wichtig, dass Lehrkräfte ein wirksames Feedback zu ihrer Arbeit erhalten, damit sie die Fortbildungsmöglichkeiten optimal nutzen können. Von zentraler Bedeutung für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung sind aber auch die Vielfalt an Weiterbildungserfahrungen und ein besseres Arbeitsklima an den Schulen.
mehr...Marktbehauptung in der Wirtschaftskrise (28.10.2009) Aktuelle Strategien zur Marktbehauptung von Weiterbildungsanbietern standen im Mittelpunkt der wbmonitor Umfrage 2009 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) bei Anbietern beruflicher und allgemeiner Weiterbildung.
Ein Großteil der Anbieter fühlt sich von der Wirtschaftskrise in seiner Marktbehauptung nicht betroffen, ein Viertel sieht sogar einen positiven Einfluss. Je nach Finanzierungsquelle der Anbieter wirkt sich die gesamtwirtschaftliche Lage sehr verschieden aus.
mehr...Initiative „weiter bilden“ (15.09.2009) Mit 140 Millionen Euro fördern das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Europäische Sozialfonds (ESF) im Zeitraum von 2009 bis 2013 die Weiterbildung von Beschäftigten und Unternehmen. Ziel der neuen „Sozialpartnerrichtlinie“ ist, die Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken und die Beschäftigten beim Erhalt ihrer Beschäftigungsfähigkeit zu unterstützen.
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