Berufliche Weiterbildung

Die Unternehmen fordern vermehrt Anstrengungen der Beschäftigten in Weiterbildung und Lebenslangem Lernen. Strittig ist vor allem, wer die Kosten der Maßnahmen tragen soll. Die Unternehmen erwarten von den Beschäftigten, mindestens den Zeitaufwand der Weiterbildung als eigenen Anteil einzubringen.

Tarifvertragliche Regelungen werden dagegen häufig abgelehnt. Die Unternehmen wollen die Möglichkeit zur Teilhabe an Weiterbildung lediglich durch ihre betrieblichen Interessen bestimmt sehen. Den Abschluss von Tarifverträgen zur Weiterbildung wird diese Haltung nicht fördern.



Trend zur Höherqualifizierung hält an - Engpässe bei Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung

(03.05.2012) Die Diskussion über den drohenden oder gar bereits existierenden Fachkräftemangel geht munter weiter. Doch was ist wirklich dran am behauptenden Mangel von Fachkräften?

Das Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) haben sich dem Thema etwas genauer angenommen. Im aktuellen BIBB REPORT 18/12: "Engpässe auf dem Arbeitsmarkt: Geändertes Bildungs- und Erwerbsverhalten mildert Fachkräftemangel" kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass bis zum Jahr 2030 das Angebot an Fachkräften ausreichend sei.

Im Bereich der mittleren Qualifikationsebene - also für die Ebene der Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung – sehen die Autoren in einzelnen Berufsfeldern deutlichere Probleme. Wer nicht genügend Ausbildungsplätze anbietet, der muss sich halt nicht wundern, wenn nachher zu wenig ausgebildete Fachkräfte vorhanden sind.

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Lebenslanges Lernen für den Großteil der Erwerbsfähigen unerlässlich

(24.04.2012) Nach einer Umfrage des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft ist berufliche Weiterbildung über alle Altersklassen hinweg fester Bestandteil der Karriereplanung. Oberste Priorität für die Entscheidung, an einer Weiterbildung teilzunehmen, hätten Fachkompetenz und ein hoher Praxisbezug der Bildungsmaßnahme. Es geht vor allem darum, die Kenntnisse auf dem neuesten Stand zu halten und „aktuell zu bleiben".

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Spaß am Lernen im Laden

(07.04.2012) Mit der "Initiative weiter bilden", die sich aus ESF- und Bundesmitteln speist, können betriebliche Weiterbildungen finanziert werden. Immer dann, wenn Arbeitgeber und Gewerkschaft gemeinsam vorgehen, können sie Geld für neue Qualifizierungswege nach der so genannten Sozialpartnerrichtlinie beantragen. Im Projekt "Quasie" (Qualifizierung für Arbeitsplatzsicherung im Einzelhandel) haben voriges Jahr im westfälischen Hamm etwa 80 Fachverkäufer/innen aus gut 20 mittelständischen Geschäften ihre professionellen Fähigkeiten geschult.

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Fortbildung gegen Fachkräftemangel

(27.03.2012) Nach der Weiterbildungserhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) haben die Unternehmen 2010 gut 28,8 Mrd. Euro für die betriebliche Weiterbildung ausgegeben. Gut 83 % aller Betriebe hätten den Beschäftigten Möglichkeiten zur Weiterbildung angeboten.

Die vom IW ermittelten Weiterbildungskosten verteilen sich auf die Bereiche: Direkte Weiterbildungskosten (wie z.B. Lehrgangs- und Teilnahmegebühren, Honorare, Reise-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten, Lernmaterialien) 8,74 Mrd. Euro; Kosten für eigenes Weiterbildungspersonal 2,7 Mrd. Euro und Kosten für die Arbeitszeit von Beschäftigten, die an Weiterbildung teilnehmen, 17,35 Mrd. Euro.

Durchschnittlich hat jeder Beschäftigte, der an Weiterbildung teilnahm, dafür 29 Stunden aufgewandt. Davon fanden 10 Stunden in der Freizeit statt. Damit hat sich die Stundenzahl, die in der Freizeit für die Weiterbildung verwendet wird, im Vergleich zu 2007 mehr als verdoppelt.

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Wenn sich Weiterbildung lohnt

(21.03.2012) Die Fraunhofer Academy bietet zusammen mit der Universität St. Gallen ein berufsbegleitendes Diplomstudium im Bereich des Logistikmanagement an. An diesem Weiterbildungsprogramm können auch Interessierte teilnehmen, die keinen ersten akademischen Abschluss besitzen. Denn für diesen Studiengang ist Berufs- und Führungserfahrung das entscheidende Auswahlkriterium.

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Doch kein Mangel an Ingenieuren?

(19.03.2012) Die Diskussion um den Fachkräftemangel besonders in technischen Berufen geht munter weiter. Nachdem der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) einen Ersatzbedarf von über 40.000 Ingenieuren ausgemacht hat, hält jetzt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) dagegen.

Nach einer Studie des DIW gebe es in der Zukunft nicht zu wenige, sondern eher zu viele Ingenieure. Ein jährlicher Bedarf von 40.000 Ingenieuren, wie ihn der VDI veranschlagt, sei nicht realistisch, so der Arbeitsmarktexperte des DIW, Karl Brenke. "Wenn man fair rechnet, kommt man auf ungefähr 20.000 Personen, die jedes Jahr aus Altersgründen ausscheiden", sagt Brenke.

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Bildungsprämie wird verlängert

(15.11.2011) Das vor 3 Jahren vom Bundesbildungsministerium eingeführte Programm der Bildungsprämie wird um 2 Jahre verlängert. Inzwischen konnten über 150.000 Prämiengutscheine ausgegeben werden.
"Weiterbildung muss als lohnende Investition in die eigene Zukunft und als selbstverständlicher Bestandteil der Bildungs- und Erwerbsbiographie begriffen werden", so Bundesbildungsministerin Schavan in der Pressemeldung.


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Chancen und Probleme der tarifpolitischen Gestaltung betrieblicher Weiterbildung

(11.10.2011) Berufliche Qualifizierung wurde in den letzten Jahren ein wichtiges Thema in der Tarifpolitik der Gewerkschaften. Reinhard Bahnmüller und Markus Hoppe haben in der aktuellen Ausgabe von Denk-doch-mal untersucht, warum sich die Gewerkschaften vermehrt des Themas der beruflichen Weiterbildung annehmen. Besonders der schnelle wirtschaftliche Wandel zwingt die Beschäftigten, ihre Beschäftigungsfähigkeit durch regelmäßige berufliche Weiterbildungsanstrengungen zu sichern.

Eine berufliche Erstausbildung ist wichtig für den Einstieg in eine gesicherte Beschäftigung. Für einen dauerhaften Erhalt der Beschäftigung reiht das aber nicht mehr aus. Da liegt es nahe, dass sich die Gewerkschaften vermehrt des Themas Weiterbildung annehmen. Denn die betriebliche berufliche Weiterbildung entzieht sich weitgehend dem Einfluss von Gewerkschaften und betrieblichen Interessensvertretungen.

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Wirtschaftsministerium in Thüringen legt „Thüringer Weiterbildungsscheck“ auf

(09.09.2011) Das Wirtschafrtsministerium in thüringen hat einen eigenen Weiterbildungsscheck für das land aufgelegt. Beschäftigter können mit dem Scheck individuell und unabhängig gefördert werden und sich weiterbilden. Die Förderung ist auf 500 Euro pro Jahr begrenzt.

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Gute Aussichten in der betrieblichen Weiterbildung

(25.07.2011) Der Wuppertaler Kreis, der Verband von Weiterbildungseinrichtungen der Wirtschaft, hat seinen Jahrestrend in der Weiterbildung veröffentlicht. Der Verband verzeichnet eine verstärkte Nachfrage insbesondere im Bereich der betrieblichen Weiterbildung. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung würden wieder vermehrt offene Seminare gebucht.

Als wichtigsten Trend in der Weiterbildung nennt die Umfrage „die Integration der Lern- und Qualifizierungsprozesse in die Arbeitsprozesse.“ Weiterbildungsmaßnahmen würden von den Unternehmen „als integrierter Bestandteil und Motor von Unternehmensentwicklungsprozessen konzipiert“. Sowohl Unternehmen wie auch TeilnehmerInnen seien vermehrt an einer“ Zertifizierung von Kompetenzen, die in der Weiterbildung erworben wurden“, interessiert.

Die im Bereich des SGB tätigen Unternehmen erwarten dagegen im laufenden Jahr einen weiteren Umsatzrückgang. Allerdings führen die Unternehmen den Rückgang nicht auf die Kürzungspolitik der Bundesregierung zurück. Ursache sei vielmehr „die positive Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und der damit verbundene Rückgang der Arbeitslosigkeit. Krisenbedingte Maßnahmen wurden in diesem Zusammenhang weniger erforderlich und somit im Umfang reduziert.“ An dieser Stelle hat wohl die Presseabteilung des Bundesarbeitsministeriums die Bleistifte der Verfasser geführt. Seit 2009 hat die Bundesagentur für Arbeit die Mittel in der Förderung der beruflichen Weiterbildung allein im Bereich des SGB III um 50 % gekürzt. So etwas sollte selbst der Wuppertaler Kreis herausfinden und als Ursache mitteilen können.

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Meister-BAföG 2010: Förderung steigt weiter

(15.07.2011) Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger von „Meister-BAföG“ stieg im vergangenen Jahr um 5,6%. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhielten in Deutschland im Jahr 2010 etwa 166 000 Personen „Meister-BAföG“-Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz. Damit stiegen im dritten Jahr in Folge die Gefördertenzahlen und damit verbunden das finanzielle Volumen der Förderungen.

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Bildungsurlaub in Sachsen

(12.07.2011) Die meisten Bundesländern haben gesetzliche Regelungen zur Freistellung von Beschäftigten an Weiterbildungsmaßnahmen. Sachsen gehört zu den wenigen Bundesländern, die sich bisher nicht dazu durchringen konnten, den Bildungsurlaub gesetzlich einzuführen. Die GRÜNEN im sächsichen Landtag haben jetzt einen Gesetzentwurf eingebraht, der das ändern soll.

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Weiterbildung geht gemeinsam

(01.07.2011) Im Rahmen des Programms „weiter bilden“ fördern das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Europäische Sozialfonds (ESF) die betriebliche Weiterbildung mit 140 Millionen Euro. Ziel des Programms ist es, die Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken und die Beschäftigten beim Erhalt ihrer Beschäftigungsfähigkeit zu unterstützen. Eine Regiestelle begleitet und unterstützt die Projekte.

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Weiterbildung – das Stiefkind der Leiharbeit

(15.06.2011) Leiharbeit boomt wieder. Überwunden ist die konjunkturelle Talfahrt, die die Finanzkrise ab Mitte 2008 ausgelöst hatte. Mit dem konjunkturellen Aufschwung im Jahre 2010 kletterte die Zahl der Leiharbeitnehmer/innen auf ein neues Rekordhoch. Im Oktober 2010 lag sie bei 923.000 oder 3% aller abhängig Beschäftigten. Nur zu schnell gerät angesichts dieses beachtlichen Zuwachses aus dem Blick, dass nicht einmal zwei Jahre zuvor der plötzliche Wirtschaftseinbruch fast ein Drittel aller Leiharbeitsverhältnisse abrupt vernichtet hatte.

Leiharbeit ist dem konjunkturellen Auf und Ab wesentlich stärker ausgesetzt als die allgemeine Beschäftigungsentwicklung. In einer Wirtschaft, die immer wieder mit krisenhaften Entwicklungen konfrontiert ist, dient diese Beschäftigungsform auch als Puffer für den betrieblichen Arbeitseinsatz. Ein großer Teil der Arbeitsverhältnisse in dieser Branche ist extrem unsicher.

Hohe Arbeitsplatzrisiken sind nicht die einzige Schwachstelle dieser Beschäftigungsform. Leiharbeitnehmer/innen erhalten zudem in der Regel einen deutlich geringeren Lohn und haben außerdem einen schlechteren Zugang zu betrieblicher Weiterbildung als vergleichbare Stammbeschäftigte.

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Land bringt neues Weiterbildungsgesetz auf den Weg

(01.06.2011) Die schleswig-holsteinische Landesregierung hat 31. Mai ein neues Gesetz auf den Weg gebracht, das ab 2012 das bisherige Bildungsfreistellungs- und Qualifizierungsgesetz von 1990 ersetzen soll.

Wie die Staatssekretärin weiter sagte, hat Weiterbildung für den Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein und für jeden einzelnen Menschen eine herausragende Bedeutung. Als Grundlage einer funktionierenden Demokratie seien dabei nicht nur die berufliche Weiterbildung, sondern auch die allgemeine und die politische Bildung gefordert.

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Unternehmen setzen verstärkt auf Weiterbildung

(20.05.2011) Die Unternehmen investieren in diesem Jahr deutlich mehr in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter. Das ergibt die neue Umfrage "Weiterbildung 2011", die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am 19. Mai 2011 in Berlin vorgelegt hat.

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