Weiterbildung

Die Universität Duisburg-Essen führt eine Umfrage zum Thema „Beschäftigung in der Weiterbildung“ durch.
Die Umfrage bietet die Möglichkeit, gesicherte Informationen über die Arbeit in der Weiterbildung zu erhalten. Damit das geschieht, müssen viele mitmachen und sich an der Umfrage beteiligen. Nehmt Euch die Zeit und macht mit!
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Viele Akteure, politisch Verantwortliche und eine kaum überschaubare Trägerlandschaft kennzeichnen die Weiterbildung in Deutschland.
Die vom Bund geförderte berufliche Weiterbildung im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik finden sie unter Förderung der beruflichen Weiterbildung.
Die allgemeine und politische Weiterbildung gehört zu den Aufgaben der Bundesländer. Sie ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausgestaltet.
Die berufliche Weiterbildung in den Betrieben gehört zum Regelungsbereich der Tarifvertragsparteien.
Die bildungspolitische Debatte um Aufgaben und Zuständigkeiten in der Weiterbildung verfolgen wir unter Lebenslanges Lernen.
Über die Arbeitsbedingungen der großen Zahl von Honorarkräften berichten wir unter Selbstständige in der Weiterbildung.



Musikschullehrkräfte: Weiterhin desaströse soziale Lage

(11.01.2018) Zum dritten Mal hat die Fachgruppe Musik in ver.di die Einkommenssituation und die Arbeitsbedingungen von Musikschullehrer*innen untersucht. Die wichtigsten Ergebnisse der Befragungen lauten dabei: eine desaströse soziale Situation, Einkommen, die teilweise unterhalb der Armutsgrenze liegen, und eine stetig wachsende Zahl von prekär beschäftigten.

Wie immer ist die Politik an den Ergebnissen der Befragung sehr interessiert. Wirklich nennenswerte Verbesserungen der Situation der Musikschullehrer lassen sich aber kaum feststellen. Zwar ist der Anteil festangestellter Musikschullehrer in Berlin und den neuen Bundesländern gestiegen. Dafür ist der Abbau der festen Stellen in den alten Bundesländern weiter vorangeschritten. Die überwiegend positiven Reaktionen von Politikern auf die Umfrage scheinen also keinerlei Politikwechsel nach sich zu ziehen.
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Gute Arbeit an der VHS Berlin

(11.01.2018) Die gute Nachricht zuerst: Alle VHS-Dozent*innen der Honorargruppe 1.2. (akademische Qualifikation) erhalten bis August 2019 35 Euro pro Unterrichtseinheit wie jetzt schon in Integrationskursen. Das betrifft alle Deutsch- und Fremdsprachenkurse und auch andere Bereiche unabhängig davon, ob jemand arbeitnehmerähnlich ist oder nicht. Eine gute Nachricht auch für die anderen Honorargruppen: Alle Eingangshonorare (HonGr 1.1 bis 3.2) werden in Relation zur HonGr 1.2. erhöht! Auch das haben wir erreicht.

Für die arbeitnehmerähnlichen Lehrkräfte an den Berliner Musikschulen und Volkshochschulen haben wir in diesem Jahr den Senat zu Tarifverhandlungen aufgefordert nachdem die drei Regierungsparteien unserem politischen Druck im Rahmen der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin nachgegeben und Tarifverhandlungen zugesagt hatten. Aber Tarifverhandlungen wurden dem Land Berlin und damit uns verwehrt.
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Akademisierung: Eine wirklich starke Herausforderung für Betriebe, Hochschulen und Gewerkschaften

(05.01.2018) Betriebe hätten kein Interesse mehr an der dualen Berufsausbildung. Ihren Bedarf an Fachkräfte deckten sie durch immer mehr Hochschulabsolventen. Auf der schulischen Seite laufen den Haupt- und Realschulen die Schüler*innen weg. Doch gerade aus diesen Schulzweigen kamen in der Vergangenheit die Teilnehmer*innen an dualen Ausbildungsgängen. Während die Abiturienten lieber ein Studium absolvierten. Dazu kommen inzwischen viele Angebote, die betriebliche und die Ausbildung an der Hochschule durch duale Studiengänge zu verbinden.

Die Folge ist naheliegend, man nennt es dann nicht mehr Verdrängung, sondern Substitution. Allerdings ist die Substitution, akademische Bildungsgänge ersetzen beruflicher Bildung, nur ein mögliche Entwicklung. Denkbar ist auch, dass die Arbeitslosenquote von Akademikern steigt und es kommt zu unterwertiger Beschäftigung. Akademisierung betrifft nicht nur die duale Berufsausbildung, auch die Hochschulen verändern sich. So steht es im Editorial der neuen Ausgabe von DENK-doch-MAL.de. Die Autor*innen richten ihren Blick auf einige Facetten der veränderten Bildungsströme.

Und sie fragen: Was ist dran am Untergang der dualen Berufsausbildung?
Und: Ist das duale Studium nicht eine sehr vielversprechende Alternative?
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Volkshochschulen führen besonders viele Deutschkurse durch

(27.12.2017) Die Volkshochschulen haben 2016 deutlich mehr Kurse durchgeführt als 2015. Deutschkurse für Geflüchtete haben das Geschäft mächtig angetrieben. Alle Sprachkurse zusammen machen 54 Prozent der durchgeführten Veranstaltungen aus. Mit 5,9 Millionen Stunden entfallen gut 60 Prozent der Kursstunden im Sprachenbereich auf Deutschkurse 1,5 Millionen mehr als 2015. Das geht aus der neuen Volkshochschulstatistik des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) für 2016 hervor.

Das Finanzvolumen stieg 2016 um 14,9 Prozent auf rd. 1,3 Mrd. Euro. An Bedeutung gewonnen hat vor allem die Finanzgruppe der anderen Einnahmen und hier besonders die der Bundesmittel, die 2016 um 119 Prozent auf 150 Mio. Euro wuchsen. In diesen Zahlen sind auch die Mittel des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge für Integrationskurse enthalten. Im Gegenzug fällt der Anteil der Teilnahmegebühren am Finanzvolumen um 2,6 Prozent auf rund 38 Prozent.
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Integration geflüchteter Menschen in Ausbildung

(22.12.2017) In der Sitzung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) am 13. Dezember 2017 in Bonn haben sich die Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der Länder im BIBB-Hauptausschuss auf eine gemeinsame Position zur Integration geflüchteter Menschen in Ausbildung verständigt.

In dieser Positionierung setzen sich die Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Länder dafür ein, dass die Ausbildungsduldung und die weiteren dort normierten Duldungsregelungen bundeslandübergreifend einheitlich angewandt werden. Zudem sollten weitergehende Maßnahmen gewährleisten, dass abgelehnte, aber ausbildungswillige Geflüchtete und Betriebe schon frühzeitig, das heißt vor dem Zeitpunkt des tatsächlichen Ausbildungsbeginns, Planungssicherheit erhalten. Berufsvorbereitende Maßnahmen wie Einstiegsqualifizierungen (EQ) sollten für die Dauer der Maßnahme vom Abschiebeschutz umfasst werden. Dies gelte unabhängig davon, ob bereits ein Ausbildungsvertrag für eine anschließende qualifizierte Berufsausbildung geschlossen und der Nachweis einer positiven Rechtsprüfung durch die zuständige Stelle geführt wurde.

Der Hauptausschuss ist Organ des BIBB. Ihm gehören je acht Beauftragte der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der Länder sowie fünf Beauftragte des Bundes (Bänke) an.
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Langzeitarbeitslose profitieren von Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung

(20.12.2017) Langzeiterwerbslosigkeit und eine damit verbundene lange erfolglose Arbeitsuche kann demotivierend wirken. Sie kann mit einem Verlust von Kompetenzen, des Selbstwertgefühls und der Kontrolle über das eigene Leben einhergehen. Aus diesen Gründen erscheint eine passgenaue Unterstützung zentral, um die Erwerbslosigkeit in absehbarer Zeit zu beenden. Daher müssten Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung (MAbE) die Chancen auf einen Job deutlich erhöhen, wenn sie gezielt eingesetzt werden. Diese Annahme überprüften die Forscher vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Ihre Ergebnisse haben sie jetzt in einem Kurzbericht veröffentlicht.

Die Studie zeigt, dass sich die Chancen auf einen neuen Arbeitsplatz und eigenes Einkommen für Teilnehmer*innen an MAbE-Maßnahmen für geförderte ALG-Bezieher*innen deutlich verbessern. Dabei sind die Wirkungen für Teilnehmende an Maßnahmen bei einem Arbeitgeber weit höher als für Teilnehmende an Maßnahmen bei einem Träger.

Die Eingliederungseffekte sind für Langzeiterwerbslose tendenziell höher als für Kurzzeiterwerbslose. Das gilt vor allem für die Wirkungen der Maßnahmen bei einem Arbeitgeber und dabei insbesondere in der langen Frist.
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Immer noch keine auskömmliche Vergütung für Deutschlehrer

(05.12.2017) Der Zuzug Hundertausender Geflüchteter im Sommer 2015 hat viel Bewegung in den Weiterbildungsmarkt gebracht. Auch wenn das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die empfohlene Mindestvergütung für eine Honorarstunde damals auf 35 Euro erhöht hat, wirklich besser ist es dadurch nicht geworden. Kommerzielle Anbieter von Maßnahmen im SGB II stellen die Dozent*innen ein, zum Mindestlohn in der SGB II geförderten Weiterbildung. Öffentliche Träger wie die Volkshochschulen versuchen sich vor den finanziellen Folgen der Arbeitsnehmerähnlichkeit von Dozent*innen mit trickreichen Argumenten zu drücken. Und 35 Euro erhalten lediglich diejenigen, die formale BAMF Kurse anbieten. Bei anderen Kursen gibt es häufig viel weniger.
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Anträge auf Reha-Maßnahmen steigen stark an

(21.11.2017) Immer mehr Menschen beantragen bei der Bundesagentur für Arbeit Reha-Maßnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung. Allein in 2015 haben rund 32.600 Personen Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben im Bereich der beruflichen Wiedereingliederung bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt. 2010 waren es nur 27.700. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen sowie Zuschüsse für technische Arbeitsplatzanpassungen sind die häufigsten Reha-Leistungen, die von der Bundesagentur für Arbeit finanziert werden. Unmittelbar im Anschluss an die berufliche Rehabilitation hat über die Hälfte der Personen eine Beschäftigung aufgenommen oder übt eine zuvor bestehende Beschäftigung weiter aus. Letzteres wird häufig mithilfe der kurzfristigen Zuschüsse realisiert.

Insgesamt ist festzuhalten, dass viele unterschiedliche Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben zur Verfügung stehen und viele Geförderte können durch technische Hilfen und Weiterbildung nach dem Rehabilitationsprozess eine bestehende Beschäftigung weiter ausüben oder eine neue Beschäftigung aufnehmen, sagen die Autor*innen der Studie.
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Perspektiven eröffnen Sozialen Aufstieg ermöglichen Schutz stärken.

(30.10.2017) Der deutsche Arbeitsmarkt ist tief gespalten: Die Beschäftigung ist stark gestiegen und die Arbeitslosigkeit deutlich gesunken. Das ist erfreulich. Andererseits arbeiten weiterhin Millionen Menschen in Leiharbeit, befristeter Beschäftigung, in Minijobs oder in unfreiwilliger Teilzeit unter prekären Verhältnissen. Der Anteil der atypisch Beschäftigten stagniert auf einem erschreckend hohen Niveau von gut 20 Prozent; Befristungen und Leiharbeitsverhältnisse sowie der Missbrauch von Werkverträgen sind sogar weiter auf dem Vormarsch.

Der aktuelle Armutsbericht der Bundesregierung belegt: Die Armutsquote verharrt auf hohem Niveau trotz Beschäftigungszuwachs. Das heißt, die Löhne sind in diesen neuen Beschäftigungsverhältnissen oftmals zu niedrig, um aus der Armut heraus aufzusteigen und in Richtung der Wohlstandsnormalität zur Mitte der Gesellschaft hin aufholen zu können. Zudem sind einige Personengruppen von den positiven Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt abgekoppelt. Die Chancen etwa von Langzeitarbeitslosen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, haben sich nicht verbessert. Diese Problemlagen erledigen sich nicht von selbst, sie erfordern ein beherztes politisches Eingreifen im Interesse von abhängig Beschäftigten und von Erwerbslosen.

Trotz insgesamt günstiger Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt gibt es viel zu tun, um die Spaltung am Arbeitsmarkt zu überwinden und Gute Arbeit für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu erreichen. Die in dieser neuen DGB-Broschüre präsentierten Vorschläge skizzieren die gewerkschaftlichen Anforderungen für die Arbeitsmarktpolitik in der kommenden Legislaturperiode. Der DGB erwartet, dass seine Vorschläge von den politisch verantwortlichen Akteuren aufgegriffen und umgesetzt werden.
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Es fehlt vor allem an Sprachkenntnissen

(26.10.2017) Sprachliche Defizite und fehlende berufliche Bildungsabschlüsse sind die zentralen Arbeitsmarkthemmnisse der neu zugegangenen Geflüchteten im SGB II. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Fast zwei Dritteln der Geflüchteten fehlt ein beruflicher Bildungsabschluss.

Bei den Beratungs- und Vermittlungsangeboten der Jobcenter steht der Abbau von Sprachdefiziten an erster Stelle. 86 Prozent der Geflüchteten haben einen Integrations- oder Deutschkurs seit Beginn des Leistungsbezugs vom Jobcenter angeboten bekommen.
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