Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Neuer Mindestlohntarifvertrag gilt ab 1. Januar 2019

(16.07.2018) Für das pädagogische Personal in der SGB II und III geförderten Weiterbildung wurde ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen. Der Tarifvertrag muss jetzt noch vom Bundesarbeitsministerium für allgemeinverbindlich erklärt werden, damit der Mindestlohn in dem Bereich weiterhin Gültigkeit besitzt.

Die Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband waren in diesem Jahr zäh verlaufen. Zwischenzeitlich drohte das Aus für den Tarifvertrag und damit auch für den Mindestlohn in der SGB-geförderten Weiterbildung. Die jetzt erzielte Einigung sieht jeweils gleiche prozentuale Erhöhungen für die nächsten vier Jahre vor.
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Tageseltern in Baden-Württemberg verdienen nicht mal die Hälfte des Mindestlohns!

(16.07.2018) Im Bildungsbereich werden immer mehr Aufgaben an Honorarkräfte vergeben. Was in der Weiterbildung als Nebentätigkeit an Volkshochschulen begann, breitet sich im gesamten Bildungsbereich aus. Integrationshelfer bei der inklusiven Beschulung, Nachhilfe für Schüler*innen oder Kinderbetreuung im Kita-Bereich: Überall finden wir zunehmend Honorartätigkeit. Und die passiert hauptberuflich.

Gleichgültig, wo die pädagogische Arbeit auf Honorartätigkeit geschieht, eines verbindet die Honorarkräfte. Sie verdienen deutlich weniger als vergleichbare Beschäftigte in einer Festanstellung. In einer ausführlichen Studie hat das jetzt der Landesverband Kindertagespflege in Baden-Württemberg dargestellt.

Das durchschnittliche Arbeitsentgelt, das eine selbstständige Tagespflegeperson in Baden-Württemberg gemäß den Ergebnissen dieser Studie erhält, beträgt 6,24 brutto pro Stunde, entsprechend einem Angestelltenäquivalent von 4,08 brutto pro Stunde. Dieses liegt rd. 53,8% unter dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 pro Stunde (gültig von 01/2017 bis 12/2018) [WSI2018]. Um auch nur den gesetzlichen Mindestlohn zu erhalten, müsste das Honorar auf 9,49 Euro je Betreuungsstunde und Kind steigen.
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Selbstständig tätige Dozentin für Deutsch als Zweitsprache

(12.07.2018) Ulrike Pfeifer arbeitet als Honorardozentin für Deutsch als Zweitsprache an der Volkshochschule Leipzig. Sie unterrichtet in B- und c_ Kursen, hauptsächlich Kurse für Menschen, die hier mit ihrem universitären Abschluss arbeiten wollen. Da ihre Kurse nicht vom BAMF finanziert werden, bekommt sie ein geringes Honorar als es Dozenten in Integrationskursen bekommen. Und das nur, weil diese bundesfinanziert.

Damit sich das ändert, engagiert sie sich in der Dozenteninitiative an der VHS Leipzig mit Unterstützung von ver.di damit wir mit den angestellten Kolleg/innen im Regelschulbetrieb gleichgestellt werden.
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Tarifverhandlungen für die Entgeltordnung beim IB gehen in die nächste Runde

(12.07.2018) Die Regelungen der Eingruppierung beim Internationalen Bund (IB) werden jetzt neu verhandelt. Gegenwärtig sind die Tätigkeitsmerkmale des alten Tarifvertrag in leicht veränderter Form zum 31. Dezember 2018 in Kraft gesetzt worden. Bis dahin müssen die Verhandlungen abgeschlossen sein.
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BIBB-Analyse zu Aufwand und Nutzen beruflicher Weiterbildung

(12.07.2018) Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat in einer neuen Untersuchung den finanziellen Aufwand ermitteln lassen, den die Teilnehmer*innen für Weiterbildung ausgeben. Mit insgesamt 17,8 Milliarden Euro tragen die sie einen erheblichen Teil der Weiterbildungskosten.

Bei den Ausgaben der Unternehmen gibt es deutliche Unterschiede je nach Ermittlungsart. Das Statistische Bundesamt kommt 2016 auf lediglich 11 Milliarden Euro, das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) kommt 2017 dagegen auf 33,5 Milliarden Euro. Nach Ansicht der Autoren der Studie kommt die Definition des IW der von ihnen gewählten Weiterbildungsdefinition deutlich näher.

Der Aufwand der öffentlichen Hand (einschl. der Bundesagentur für Arbeit) lässt sich nur schätzen, da nicht zwischen Erst- und Weiterbildung bei der Kostenermittlung unterschieden werde. Grob geschätzt kann für das Jahr 2015 von bis zu fünf Mrd. Euro ausgegangen werden, so die Autoren der Studie.
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165.000 Menschen durch das Aufstiegs-BAföG gefördert

(11.07.2018) Die neue Bundesbildungsministerin Karliczek ist vom Aufstiegs-BAföG überzeugt und will das System weiter ausbauen. Nachdem das Statistische Bundesamt die amtlichen Zahlen für die Förderung der beruflichen Aufstiegsfortbildung für 2017 veröffentlicht hatte, erklärte Karliczek: Die positiven Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen: Das Aufstiegs-BAföG ist das größte berufliche Karriereprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Ich freue mich, dass 165.000 Menschen gefördert wurden.

Die Zahl der geförderten Teilnehmer*innen an beruflicher Fortbildung war 2017 um etwa 1,7 Prozent auf 165.000 Förderfälle gestiegen. Damit ist die Zahl der Förderungen nach zwei Jahren wieder angestiegen.
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Wie Bildungsaufstieg gelingt: Wenn der Apfel weit vom Stamm fällt

(11.07.2018) Bildung ist in zweierlei Hinsicht selektiv: Zum einen haben Kinder, deren Eltern einen höheren Bildungsabschluss haben, im Durchschnitt besseren Zugang zu höheren Bildungsabschlüssen. Zum anderen wird Weiterbildung verstärkt von denen genutzt, die einen höheren Bildungsabschluss haben.

Trotzdem gelingt es immer wieder Kindern aus Nicht-Akademikerfamilien, auf dem zweiten Bildungsweg erfolgreich ein Studium zu absolvieren. Welche Mechanismen und Rahmenbedingungen dahinterstehen, wenn ein Bildungsaufstieg doch gelingt, dieser Frage widmet sich die aktuelle Ausgabe Nr. 34 des Magazin erwachsenenbildung.at (Meb) in 17 Beiträgen.

Erwachsenenbildung spielt beim Nachholen von Bildungsabschlüssen eine wichtige Rolle. Die Auswertung entsprechender Angebote in Österreich zeigt auf, welche Voraussetzungen Teilnehmer*innen mitbringen müssen. Das Programm verlangt von den Teilnehmenden ausgeprägtes Durchhaltevermögen, gutes Zeitmanagement und ein hohes Maß an Selbstorganisation. Wer diese Voraussetzungen mitbringt, profitiert von den Bildungsangeboten.
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Befristungen erreichten 2017 einen neuen Höchststand

(11.07.2018) Die Zahl der befristeten Arbeitsverträge ist von 2016 auf 2017 um knapp 300.000 angestiegen. Die Zahl der befristeten Arbeitsverträge erhöhte sich von 2,886 auf 3,154 Millionen. Der Anteil der befristeten Arbeitsverhältnisse an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen stieg von 7,8 auf 8,3 Prozent.

Befristete Verträge machen 43,5 Prozent aller Neuverträge aus. Besonders der öffentliche Dienst bedient sich dieser Beschäftigungsform und spart sich damit lästige Kündigungen. Bei der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen hat die Befristung beispielsweise im öffentlichen Dienst eine große Bedeutung (26,2 % aller Personalabgänge). Dagegen spielen hier die Arbeitgeberkündigungen mit 3,8 Prozent kaum eine Rolle. Diese Zahlen stammen aus einer neuen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.
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