Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Gute Arbeit an der VHS Berlin

(11.01.2018) Die gute Nachricht zuerst: Alle VHS-Dozent*innen der Honorargruppe 1.2. (akademische Qualifikation) erhalten bis August 2019 35 Euro pro Unterrichtseinheit – wie jetzt schon in Integrationskursen. Das betrifft alle Deutsch- und Fremdsprachenkurse und auch andere Bereiche – unabhängig davon, ob jemand arbeitnehmerähnlich ist oder nicht. Eine gute Nachricht auch für die anderen Honorargruppen: Alle Eingangshonorare (HonGr 1.1 bis 3.2) werden in Relation zur HonGr 1.2. erhöht! Auch das haben wir erreicht.

Für die arbeitnehmerähnlichen Lehrkräfte an den Berliner Musikschulen und Volkshochschulen haben wir in diesem Jahr den Senat zu Tarifverhandlungen aufgefordert – nachdem die drei Regierungsparteien unserem politischen Druck im Rahmen der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin nachgegeben und Tarifverhandlungen zugesagt hatten. Aber Tarifverhandlungen wurden dem Land Berlin – und damit uns – verwehrt.
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Musikschullehrkräfte: Weiterhin desaströse soziale Lage

(11.01.2018) Zum dritten Mal hat die Fachgruppe Musik in ver.di die Einkommenssituation und die Arbeitsbedingungen von Musikschullehrer*innen untersucht. Die wichtigsten Ergebnisse der Befragungen lauten dabei: „eine desaströse soziale Situation, Einkommen, die teilweise unterhalb der Armutsgrenze liegen, und eine stetig wachsende Zahl von prekär beschäftigten“.

Wie immer ist die Politik an den Ergebnissen der Befragung sehr interessiert. Wirklich nennenswerte Verbesserungen der Situation der Musikschullehrer lassen sich aber kaum feststellen. Zwar ist der Anteil festangestellter Musikschullehrer in Berlin und den neuen Bundesländern gestiegen. „Dafür ist der Abbau der festen Stellen in den alten Bundesländern weiter vorangeschritten. Die überwiegend positiven Reaktionen von Politikern auf die Umfrage scheinen also keinerlei Politikwechsel nach sich zu ziehen.“
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Weiter durch Bildung

(09.01.2018) Eine neue Broschüre der Bundesagentur für Arbeit (BA), entstanden in Kooperation mit dem DGB und der BDA, berichtet in anschaulichen Praxisbeispiele über das Programm WeGebAU. Zielgruppe des Programms sind geringqualifizierte Beschäftigte und Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen. Gefördert werden können Personen, die von ihren Arbeitgebern für die Dauer einer Qualifizierung unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts freigestellt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann dem Arbeitgeber ein Arbeitsentgeltzuschuss gewährt werden.
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Akademisierung: Eine wirklich starke Herausforderung für Betriebe, Hochschulen und Gewerkschaften

(05.01.2018) Betriebe hätten kein Interesse mehr an der dualen Berufsausbildung. Ihren Bedarf an Fachkräfte deckten sie durch immer mehr Hochschulabsolventen. Auf der schulischen Seite laufen den Haupt- und Realschulen die Schüler*innen weg. Doch gerade aus diesen Schulzweigen kamen in der Vergangenheit die Teilnehmer*innen an dualen Ausbildungsgängen. Während die Abiturienten lieber ein Studium absolvierten. Dazu kommen inzwischen viele Angebote, die betriebliche und die Ausbildung an der Hochschule durch duale Studiengänge zu verbinden.

„Die Folge ist naheliegend, man nennt es dann nicht mehr Verdrängung, sondern Substitution. Allerdings ist die Substitution, akademische Bildungsgänge ersetzen beruflicher Bildung, nur ein mögliche Entwicklung. Denkbar ist auch, dass die Arbeitslosenquote von Akademikern steigt und es kommt zu unterwertiger Beschäftigung. Akademisierung betrifft nicht nur die duale Berufsausbildung, auch die Hochschulen verändern sich.“ So steht es im Editorial der neuen Ausgabe von DENK-doch-MAL.de. Die Autor*innen richten ihren Blick auf einige Facetten der veränderten Bildungsströme.

Und sie fragen: „Was ist dran am Untergang der dualen Berufsausbildung?
Und: Ist das duale Studium nicht eine sehr vielversprechende Alternative?“
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Volkshochschulen führen besonders viele Deutschkurse durch

(27.12.2017) Die Volkshochschulen haben 2016 deutlich mehr Kurse durchgeführt als 2015. Deutschkurse für Geflüchtete haben das Geschäft mächtig angetrieben. Alle Sprachkurse zusammen machen 54 Prozent der durchgeführten Veranstaltungen aus. Mit 5,9 Millionen Stunden entfallen gut 60 Prozent der Kursstunden im Sprachenbereich auf Deutschkurse – 1,5 Millionen mehr als 2015. Das geht aus der neuen Volkshochschulstatistik des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) für 2016 hervor.

Das Finanzvolumen stieg 2016 um 14,9 Prozent auf rd. 1,3 Mrd. Euro. An Bedeutung gewonnen hat vor allem die Finanzgruppe der „anderen Einnahmen“ und hier besonders die der Bundesmittel, die 2016 um 119 Prozent auf 150 Mio. Euro wuchsen. In diesen Zahlen sind auch die Mittel des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge für Integrationskurse enthalten. Im Gegenzug fällt der Anteil der Teilnahmegebühren am Finanzvolumen um 2,6 Prozent auf rund 38 Prozent.
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Integration geflüchteter Menschen in Ausbildung

(22.12.2017) In der Sitzung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) am 13. Dezember 2017 in Bonn haben sich die Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der Länder im BIBB-Hauptausschuss auf eine gemeinsame Position zur Integration geflüchteter Menschen in Ausbildung verständigt.

In dieser Positionierung setzen sich die Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Länder dafür ein, dass die Ausbildungsduldung und die weiteren dort normierten Duldungsregelungen bundeslandübergreifend einheitlich angewandt werden. Zudem sollten weitergehende Maßnahmen gewährleisten, dass abgelehnte, aber ausbildungswillige Geflüchtete und Betriebe schon frühzeitig, das heißt vor dem Zeitpunkt des tatsächlichen Ausbildungsbeginns, Planungssicherheit erhalten. Berufsvorbereitende Maßnahmen wie Einstiegsqualifizierungen (EQ) sollten für die Dauer der Maßnahme vom Abschiebeschutz umfasst werden. Dies gelte unabhängig davon, ob bereits ein Ausbildungsvertrag für eine anschließende qualifizierte Berufsausbildung geschlossen und der Nachweis einer positiven Rechtsprüfung durch die zuständige Stelle geführt wurde.

Der Hauptausschuss ist Organ des BIBB. Ihm gehören je acht Beauftragte der Arbeitgeber, der Arbeitnehmer und der Länder sowie fünf Beauftragte des Bundes („Bänke“) an.
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