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Das Netzwerk für die Beschäftigten der Weiterbildungsbranche
organisiert vom Fachbereich Bildung, Wissenschaft und Forschung in ver.di


Grundsätzliches zur Weiterbildung
Hier finden Sie Vorträge, Analysen und Hintergrundinformationen, von denen wir der Meinung sind, daß sie über den aktuellen Anlaß hinaus von Bedeutung sind.
Wer sich grundsätzlich mit der gesellschaftlichen Bedeutung der Weiterbildung auseinandersetzen will oder vertiefende Informationen zu Teilaspekten des Themas wünscht, wird hier fündig.



Zukunft der Bildung
(10.08.2010) Mehr als 100 Kolleginnen und Kollegen nahmen am 28. und 29. August 2009 an der gemeinsam von den Fachbereichen Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie Besondere Dienstleistungen in ver.di veranstalteten Fachtagung „Zukunft der Bildung“ teil. Was muss sich am deutschen Bildungssystem ändern, um Chancengleichheit für Alle zu erreichen? So lautete die zentrale Fragestellung der Fachtagung. Klar ist, das Bildungssystem ist hochgradig selektiv. Wer hat, dem wird gegeben. Kosmetische Operationen an einzelnen Teilen des Bildungssystems werden nicht ausreichen, sollen die Forderungen nach „Bildung für Alle“ oder „Lebenslangem Lernen“ mit Leben erfüllt werden.

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Lebenslanges Lernen im Betrieb - Neuere Praxisbeispiele
(02.08.2010) Der Betrieb ist ein Ort des Lebenslangen Lernens. Unternehmen sind auf ständiges Lernen ihrer Beschäftigten angewiesen und diese auf die Ermöglichung Lebensbegleitenden Lernens, um ihre Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten und weiter zu entwickeln. Hier gibt es Entwicklungen, die von den übergreifenden Untersuchungen zur Beteiligung von Betrieben und Beschäftigten an Weiterbildung nicht erfasst werden: Eine Verstärkung des informellen arbeitsplatzorientierten und arbeitsintegrierten Lernens, eine spezifische Art und Weise der Organisation der verschiedenen Ressourcen für Lebensbegleitendes Lernen in den Betrieben und die Reorganisation betrieblichen Lernens in der Aus- und Weiterbildung. Dreizehn Fallstudien aus Betrieben unterschiedlicher Branchen machen diese Entwicklungen transparent.

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Studie zur Weiterbildung in der Saar-Lor-Lux-Region
(03.04.2010) Die Weiterbildung spielt eine zentrale Rolle für die Entwicklung des Arbeitsmarktes in der Großregion Saar - Lor - Lux - Rheinland-Pfalz - Wallonie und bildet einen wesentlichen Bestandteil der Lissabon-Strategie für Wachstum und Beschäftigung. Ein Schlüssel hierzu ist lebenslanges Lernen, das in ganz Europa Realität werden muss, damit alle eine Chance zur umfassenden Teilhabe an der Gesellschaft erhalten.

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Wissenschaftliche Weiterbildung
(30.03.2010) Der Vorstand der Hans-Böckler-Stiftung hat unter dem Titel "Leitbild Demokratische und Soziale Hochschule" ein Projekt beschlossen, das in Kooperation mit dem DGB und seinen Mitgliedsgewerkschaften durchgeführt wird. Eine achtzehnköpfige Projektgruppe hat ihre Arbeit im August 2008 aufgenommen und eine breite Diskussion um ein alternatives Leitbild für eine Hochschule der Zukunft initiiert.
Peter Faulstich und Lena Oswald haben jetzt ihre Expertise zur Wissenschaftlichen Weiterbildung vorgelegt.

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Professionalität in der Erwachsenen- und Weiterbildung zwischen Ökonomie und Pädagogik. Ein kritischer Einwurf
(06.03.2010) Am 17. November 2008 hat Dirk Koob anlässlich des Fach- und Praxistages für Weiterbildner/innen in Bordesholm (ver.di Forum Nord e. V.) einen Vortrag über den Stand der aktuellen Diskussion zur Professionalität in der Erwachsenen- und Weiterbildung gehalten. Für die Online-Veröffentlichung hat er seinen Redebeitrag leicht überarbeitet und ergänzt.
Der Autor vertritt die These, dass die derzeitige Debatte um die Professionalisierung von Trainer/inne/n und Lehrenden in der Erwachsenen- und Weiterbildung eine ökonomisch-technische Schlagseite aufweist. Daher sei es sinnvoll, pädagogische Fragen in dieser Debatte wieder etwas stärker zu betonen. Gerade bildungstheoretische Reflexionen sollten mehr Raum einnehmen. Schließlich zeige sich Professionalität – so der von D. Koob vertretene Standpunkt – vielfach auch darin, inwiefern Trainer/innen und Lehrende in der Lage sind, die Förderung der kritisch-offenen Welterschließung des Subjekts mit der Entwicklung der technisch-funktionalen Betriebserschließung des Mitarbeitenden zusammen zu denken.

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Beschäftigung in der Weiterbildung
(20.02.2010) Im Auftrag der Max-Traeger-Stiftung sind Rolf Dobischat u. a. von der Universität Duisburg-Essen mit qualitativen Interviews der Frage nachgegangen, inwieweit die Beschäftigungssituation in der allgemeinen und beruflichen Weiterbildung von prekären Arbeitsverhältnissen geprägt ist.
In den Interviews wurden insbesondere die Zusammenhänge und Wechselbeziehungen zwischen den arbeitsvertraglichen Grundlagen und dem Einkommen, dem Sozialversicherungsschutz (Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) respektive diesbezüglicher finanzieller Verbindlichkeiten, der Beschäftigungsstabilität und dem –umfang, der individuellen Lebenssituation (z. B. Familienstand) sowie dem Weiterbildungsverhalten der befragten Probanden thematisiert. Darüber hinaus wurden die Aufgaben- und Tätigkeitsfelder, die Arbeitszufriedenheit, die interessen- und berufsverbandliche Bindung sowie die sich aus der Beschäftigungssituation ergebenden Auswirkungen auf die Qualität der Arbeit in den Fokus der Interviews gestellt.

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Bildung bis ins hohe Alter?
(13.01.2010) Wissenschaftliche Untersuchungen zum Lebenslangen Lernen zeigen, dass die Weiterbildungsbeteiligung im höheren Alter nachlässt. Damit geraten Anspruch und Wirklichkeit einer „Bildung für Ältere“ in Widerspruch. Einerseits ist Bildung für die Selbstverwirklichung des Individuums, aber auch für die Wissensproduktion in Organisationen und letztlich für die Bewältigung des demografischen Wandels bedeutsam. Andererseits aber beteiligen sich nur wenige ältere Menschen an Weiterbildung. Wie ein Ausweg aus diesem Dilemma aussehen könnte, darüber denkt nicht nur die Politik nach.
Jens Friebe hat für das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) Wissenswertes über Bildungsbedarfe und Handlungsmöglichkeiten für die Weiterbildung im höheren Lebensalter zusammengetragen.

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Die deutsche Perspektive: Mittlere Systematisierung im Spannungsfeld zwischen Hochschule und Weiterbildung
(08.01.2009) Wissenschaftliche Weiterbildung findet in einem Überschneidungsfeld von Hochschule und Weiterbildung statt. Beide Bereiche haben unterschiedliche Aussprägungen in ihren Lernsystemen. Ausreichende Statistiken über die wissenschaftliche Weiterbildung sind allerdings Mangelware.
Prof. Dr. Peter Faulstich hat zusammen mit Teichler das Theorem der "mittleren Systematisierung" (M.S.) entworfen. Es soll dazu zum einen dazu dienen, vorhandene Entwicklungslinien und die Besonderheit des Weiterbildungsbereichs zu erfassen. Weiterbildung ist im Unterschied zu anderen Lernsystemen wenig strukturiert und bezogen auf die verschiedenen Aspekte von Lernsystemen „weich“. Zum anderen ist die durch „mittlere Systematisierung“ gekennzeichnete Zwischenlage entwicklungsoffen. Das „M.S.-Theorem“ kann benutzt werden, um die Perspektiven wissenschaftlicher Weiterbildung zu klären.

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Zukunft der Bildung
(19.07.2009) Das deutsche Bildungssystem ist weiterhin gekennzeichnet durch frühe Selektion in der Schule, ein zu geringes Angebot an Kindertagesstätten, die Konjunkturabhängigkeit der beruflichen Ausbildung, ein zu geringes Studienplatzangebot und eine intransparente Weiterbildungsstruktur. Die Durchlässigkeit zwischen hochschulischen und beruflichen Bildungswegen ist nicht ausreichend umgesetzt.
Höhere Investitionen in den Bildungssektor zahlen sich aus. Gesellschaftliche Verantwortung bedeutet angemessene, lebensbegleitende Bildung zu ermöglichen, die niemand auf Grund der Herkunft oder des sozialen Umfelds benachteiligt.
Die Broschüre beschreibt den Reformbedarf im deutschen Bildungssystem, weist Wege auf, um eine höhere Bildungsbeteiligung zu erreichen und thematisiert unzureichende Durchlässigkeit zwischen allgemeinbildender und beruflicher Bildung.

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Bildungsprivilegien für alle!
(03.07.2009) Bildungsprivilegien für alle! Unter diesem Titel erscheinen die Berufs-Bildungs-Perspektiven 2009. Der Wissenschaftliche Beraterkreis der Gewerkschaften IG Metall und ver.di hat über die aktuellen Probleme und die Zukunft der beruflichen Bildung nachgedacht.
Diese Stimme ist für die Gewerkschaften, aber auch für die vielen gesellschaftlichen Akteure in der Berufsbildung wichtig. Nach der Broschüre „Ohne Berufe geht es nicht!“, der Bestseller-Streitschrift „Bildung ist keine Ware“, werden jetzt zum zweiten Mal die Berufs-Bildungs-Perspektiven vorgelegt.
Die Verfasser wenden sich gegen einen Bildungsbegriff, der das schnelle, genormte Erreichen formal vergleichbarer, marktverwertbarer Abschlüsse in den Mittelpunkt stellt.
Dieser Ansatz rückt auch die Frage nach dem Menschenbild in den Vordergrund, auf das die Erziehung und Bildung in der Gesellschaft orientiert ist. In der neoliberalen Weltanschauung gibt es darauf die Antwort eines eigeninteressierten, ökonomisch und sozio-technisch eingestellten Individuums.
In einer demokratischen Gesellschaft lautet die Antwort anders: Das Ziel ist eine kommunikative, verständigungsorientierte und solidarische Persönlichkeit. Der amerikanische Soziologe David Riesman und Erziehungswissenschaftler hatte für diesen Persönlichkeitstypus den Begriff des innengeleiteten Menschen geprägt. Dieser zeichnet sich durch sein abwägendes Urteil und durch ein eigenständiges politisches Urteilsvermögen aus.

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Integrationslehrer: Sprachkurse zu Dumpinglöhnen?
(17.04.2009) Qualität hat ihren Preis – das weiß auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Bei der Zulassung von Anbietern so genannter Integrationskurse bewertet es deshalb seit einigen Monaten auch die Entlohnung der Lehrkräfte als Qualitätskriterium. Kursträger müssen nun konkrete Angaben über die Vergütung ihrer Honorarlehrkräfte machen. Tun sie dies nicht, wird ihnen die Zulassung versagt; liegt die Vergütung der Lehrkräfte unter 15 Euro pro Unterrichtsstunde, gilt die Zulassung lediglich befristet. Faktisch schreibt das BAMF damit eine Lohnuntergrenze fest. Weil Integrationslehrkräfte jedoch auf Honorarbasis arbeiten, bleibt ihnen am Ende trotzdem kaum mehr als ein Hungerlohn.

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Professionalität in der Erwachsenen- und Weiterbildung zwischen Ökonomie und Pädagogik. Ein kritischer Einwurf
(15.04.2009) Am 17. November 2008 hat Dirk Koob anlässlich des Fach- und Praxistages für Weiterbildner/innen in Bordesholm (ver.di Forum Nord e. V.) einen Vortrag über den Stand der aktuellen Diskussion zur Professionalität in der Erwachsenen- und Weiterbildung gehalten. Für die Online-Veröffentlichung hat er seinen Redebeitrag leicht überarbeitet und ergänzt.
Der Autor vertritt die These, dass die derzeitige Debatte um die Professionalisierung von Trainer/inne/n und Lehrenden in der Erwachsenen- und Weiterbildung eine ökonomisch-technische Schlagseite aufweist. Daher sei es sinnvoll, pädagogische Fragen in dieser Debatte wieder etwas stärker zu betonen. Gerade bildungstheoretische Reflexionen sollten mehr Raum einnehmen. Schließlich zeige sich Professionalität – so der von D. Koob vertretene Standpunkt – vielfach auch darin, inwiefern Trainer/innen und Lehrende in der Lage sind, die Förderung der kritisch-offenen Welterschließung des Subjekts mit der Entwicklung der technisch-funktionalen Betriebserschließung des Mitarbeitenden zusammen zu denken.

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Lernorte – Flucht aus der Anstalt
(24.03.2009) Gerade angesichts der gegenwärtigen Initiative, Kurzarbeit und Weiterbildung zu verbinden, ist feststellbar, dass nicht nur der Widerstand der Unternehmen oder die Unkenntnis des Personalmanagements Probleme aufwerfen, die dazu führen, dass nur etwa 10% der Betriebe diese Möglichkeit umsetzen. Es ist auch die Abneigung der Beschäftigten selbst, sich auf nicht geliebt oder sogar verhasste Schulerfahrungen schon wieder einzulassen. Dadurch wird die Suche nach anderen Lernorten angestossen, die es ermöglichen, die Zwangsanstalten zu verlassen und nach Lernerfahrungen in andern Zusammenhängen zu suchen.
Lernwiderstände entstehen auch durch die Abneigung der Adressaten, schon wieder die Schulbank drücken zu müssen. Angesichts schlechter Erfahrungen mit Schule und Lehrern hat sich bei vielen Lernmüdigkeit ausgebreitet. Lernen an anderen Orten bietet Alternativen: Lernen am Arbeitsplatz ist schon weit verbreitet. Museen und Bibliotheken waren traditionell einbezogen in Erwachsenenbildung und Arbeiterbildung. Das Internet gehört zunehmend zu den Lernangeboten. Aber auch Stadterkundungen, Exkursionen und Reisen können genutzt werden, um aus Seminarräumen auszubrechen.
Für das Lernen in der Weiterbildung und der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit ist das Lernen an anderen Orten eine Chance, schulische Belehrung abzuschaffen und eigene Erfahrungen der Teilnehmenden aufzugreifen. Konkrete Probleme, die anknüpfen an den Interessen der Lernenden können so aufgenommen werden.
Dazu werden Beispiele aufgezeigt, welche alternativen Lernorte möglich sind und wie diese in der Bildungsarbeit genutzt werden können.

Nach "Lernzeiten", "Lerngelder", "Lernwiderstände" und "Lernalter" legen die Herausgeber Peter Faulstich und Mechthild Bayer nunmehr einen Band über Beispiele alternativer "Lernorte" vor. Erschienen ist das Buch im VSA Verlag Hamburg.

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Die 27-Milliarden-Euro-Investition
(28.01.2009) Nach der aktuellen Weiterbildungserhebung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) haben sich im Jahr 2007 nahezu 84 Prozent aller Unternehmen in der betrieblichen Weiterbildung engagiert. Insgesamt ließen sich die Unternehmen die Weiterqualifizierung rund 27 Milliarden Euro kosten. Im Schnitt gaben sie damit für jeden sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 1.053 Euro aus. Davon waren 419 Euro je Mitarbeiter direkte Kosten, die für Trainer-Honorare, Lehrgangs- und Teilnehmergebühren, Reisekosten, Mieten und Ausgaben für Lehrmaterial anfielen. Hinzu kamen 635 Euro pro Kopf, die als indirekter Kostenblock für die eingesetzte Arbeitszeit jener Beschäftigten zu kalkulieren waren, die an Weiterbildungen teilnahmen.

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Qualifizierung und Weiterbildung - Stiefkinder der Wirtschaft
(31.12.2008) Ausgerechnet Unternehmer und Vorgesetzte bremsen die Lernbereitschaft ihrer Mitarbeiter. So lautet das zentrale Ergebnis einer Auswertung des DGB-Index „Gute Arbeit“ zum Thema Weiterbildung, dass die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock in Berlin vorstellte. Sie forderte die Arbeitgeberverbände vor diesem Hintergrund auf, gemeinsam mit dem DGB eine Initiative zur Förderung von Weiterbildungstarifverträgen zu starten. Insgesamt sei die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung rückläufig. Besonders ältere Beschäftigte, Teilzeitkräfte und Leiharbeiter erhielten nur selten Weiterbildungsangebote, kritisierte Sehrbrock.

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Notstand: Weiterbildung in Deutschland – Wir brauchen mehr öffentliche Verantwortung
(05.11.2008) Die gewerkschaftliche Initiative „Bundesregelungen für die Weiterbildung“ hat zu Beginn des Jahres 2000 erstmals ihre Vorschläge zur Gestaltung eines zukunftsfähigen Weiterbildungssystems in Deutschland vorgestellt. Unsere Ideen schienen uns geeignet, die immer deutlicher werdende Lücke zwischen den wachsenden Weitebildungsanforderungen und der Weiterbildungsrealität zu schließen. Acht Jahre später, nach zwei hochtrabenden, aber nicht eingelösten Koalitionsvereinbarungen deutscher Bundesregierungen zum Ausbau der Weiterbildung sowie einer bildungsfeindlichen Föderalismusreform, stellen wir fest, dass Deutschland im internationalen Vergleich eine beschämend nachrangige Position einnimmt. Weiterbildung verschärft die soziale Selektion. Das System ist finanziell und konzeptionell nicht zukunftsfähig und wird zur Innovations- und Wachstumsbremse.
Die gewerkschaftliche Initiative meldet sich aus diesen Gründen erneut zu Wort. Wir fordern die Bundesregierung und den deutschen Bundestag auf, Bundesregelungen für die Entwicklung eines leistungsfähigen Weiterbildungssystems zu beschließen.

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Lernzeiten - Zeit zum Lernen öffnen - Bildung ermöglichen
(10.09.2008) Spätestens beim Nachdenken über „Lebenslanges Lernen" - ich rede lieber von „Lebensentfaltender Bildung", weil „lebenslang" zu „lebenslänglich" changieren kann und der Ersatzbegriff „lebensbegleitend" fatal mit „sterbebegleitend" konnotiert - stößt man darauf, dass alles Lernen, Entwicklung und Entfaltung, also auch Bildung in der Zeit stattfinden. Wenn man dann scheinbare Selbstverständlichkeiten im Umgang mit Zeit und Lernen erst einmal durchbrochen hat, gerät man fast zwangsläufig immer wieder in abgrundtiefe Zeitfragen. Einigen wollen wir nachzugehen beginnen.

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