 | Bildungsprivilegien für alle! (03.07.2009) Bildungsprivilegien für alle! Unter diesem Titel erscheinen die Berufs-Bildungs-Perspektiven 2009. Der Wissenschaftliche Beraterkreis der Gewerkschaften IG Metall und ver.di hat über die aktuellen Probleme und die Zukunft der beruflichen Bildung nachgedacht.
Diese Stimme ist für die Gewerkschaften, aber auch für die vielen gesellschaftlichen Akteure in der Berufsbildung wichtig. Nach der Broschüre „Ohne Berufe geht es nicht!“, der Bestseller-Streitschrift „Bildung ist keine Ware“, werden jetzt zum zweiten Mal die Berufs-Bildungs-Perspektiven vorgelegt.
Die Verfasser wenden sich gegen einen Bildungsbegriff, der das schnelle, genormte Erreichen formal vergleichbarer, marktverwertbarer Abschlüsse in den Mittelpunkt stellt.
Dieser Ansatz rückt auch die Frage nach dem Menschenbild in den Vordergrund, auf das die Erziehung und Bildung in der Gesellschaft orientiert ist. In der neoliberalen Weltanschauung gibt es darauf die Antwort eines eigeninteressierten, ökonomisch und sozio-technisch eingestellten Individuums.
In einer demokratischen Gesellschaft lautet die Antwort anders: Das Ziel ist eine kommunikative, verständigungsorientierte und solidarische Persönlichkeit. Der amerikanische Soziologe David Riesman und Erziehungswissenschaftler hatte für diesen Persönlichkeitstypus den Begriff des innengeleiteten Menschen geprägt. Dieser zeichnet sich durch sein abwägendes Urteil und durch ein eigenständiges politisches Urteilsvermögen aus. mehr...
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 | Chancengleichheit statt Selektion (03.07.2009) Unser Bildungssystem ist geprägt von Ausgrenzungen. Diese beginnen in den Kindertagesstätten, setzen sich im allgemeinbildenden Schulsystem mit seiner Dreigliedrigkeit fort und schotten die Hochschule von der beruflichen Aus- und Weiterbildung ab. Die Forderung nach Bildungsprivilegien für alle soll deutlich machen, dass ein demokratisches Bildungssystem Benachteiligungen wie Privilegien für spezifische Bevölkerungsgruppen vermeiden muss.
Die neue Ausgabe des Onlinemagazin für Arbeit, Bildung, Gesellschaft, denk-doch-mal 3/2009, beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Fragen der Chancengerechtigkeit im deutschen Bildungswesen. mehr...
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 | Zukunftsherausforderung ‘Lebensbegleitendes Lernen’ (02.07.2009) In einer Kleinen Anfrage wollte die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN vom Bremer Senat wissen, wie es um die Weiterbildung im Lande Bremen bestellt ist. Dabei waren ihr die drei Säulen der Weiterbildung – allgemeine, politische und berufliche Weiterbildung – gleichermaßen wichtig. „Um eine sinnvolle Strategie zu entwickeln, wie man den Herausforderungen des lebensbegleitenden Lernens begegnen kann und welche koordinierte Förderung in Bremen und Bremerhaven dafür notwendig ist, bedarf es einer soliden Datengrundlage. Nur so kann beurteilt werden, inwieweit die vorhandenen Mittel bedarfsgerecht und zielführend eingesetzt werden,“ so die Anfrage.
In der Antwort des Bremer Senats findet sich umfangreiches Zahlenmaterial zur Weiterbildung in Bremen. mehr...
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 | 40 Jahre Arbeitsförderungsgesetz: Forscher empfehlen mehr berufliche Bildung (01.07.2009) Bildung ist der beste Schutz gegen Arbeitslosigkeit - unter dieser Maxime trat vor 40 Jahren, am 1. Juli 1969, das Arbeitsförderungsgesetz (AFG) in Kraft. Doch in den vergangenen Jahren haben sich die Schwerpunkte der aktiven Arbeitsmarktpolitik in eine problematische Richtung verschoben. Zu diesem Schluss kommen aktuelle Analysen zum AFG-Jubiläum. Statt, wie ursprünglich beabsichtigt, die Qualifikation von Arbeitslosen zu schützen und zu verbessern, soll "die Annahme jedweder Arbeit das Ziel einer erfolgreichen Vermittlung sein", skizziert Claudia Bogedan, Arbeitsmarktexpertin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung, die Entwicklung seit 2002. mehr...
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 | Der DQR wird das Bildungs- und Berufsbildungssystem grundlegend beeinflussen (29.06.2009) Im April 2008 trat eine Empfehlung für die Einrichtung eines Europäischen Qualifikationsrahmens in Kraft. Bis 2010 sollen nun laut Beschluss der Bundesregierung alle Bildungsgänge durch einen Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) in Bezug gesetzt werden. Eine Entscheidung von weitreichender Bedeutung, die bislang aber weitgehend nur unter Experten diskutiert wird. Hermann Nehls, Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) im Arbeitskreis Deutscher Qualifikationsrahmen äußert sich im Bundesausschuss Politische Bildung (bap)-Interview über den Stand der Entwicklungen, die zu erwartenden Konsequenzen für die Bildungspraxis sowie Rolle und Gestaltungsspielraum der Politischen Bildung beim DQR. mehr...
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 | Kurzarbeit ohne Qualifizierung fatales Steuergeschenk (25.06.2009) Als „fatales Signal für den Bildungsstandort Deutschland“ bezeichnet der Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP) den in dieser Woche überraschend gefassten Beschluss der Koalition, die bisherige enge Kopplung von betrieblicher Weiterbildung und staatlich besonders geförderter Kurzarbeit aufzugeben.
„Kurzarbeit darf nicht zum Feigenblatt für versteckte Arbeitslosigkeit werden”, sagt Schier. „Nur, wenn die Regierung mit der Bildungsrepublik Deutschland ernst macht und die Kurzarbeit mit Weiterbildung koppelt, entsteht eine Win-Win-Situation für alle." mehr...
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 | Wirkungen der Kurzarbeit-Neuregelungen nicht überschätzen (17.06.2009) Der IAB-Kurzbericht 14/2009 dämpft die Erwartungen an die Ausweitung der Kurzarbeitergeld-Bezugsdauer auf 24 Monate und die vollständige Übernahme der Sozialabgaben nach sechs Monaten durch die Bundesagentur für Arbeit. Andreas Crimmann und Frank Wießner schreiben, man solle die Wirkungen nicht überschätzen: „Je länger die Krise andauert, desto weniger kann Kurzarbeit die Folgen abfedern.“
Zudem warnen sie vor überzogenen Erwartungen bei der Weiterbildung. Die Förderung kann nur unter bestimmten Bedingungen positive Wirkungen entfalten. So legten Unternehmen besonderen Wert auf betriebsnahe Qualifizierungen. Sollte der angestammte Arbeitsplatz der Krise noch zum Opfer fallen, würde die Beschäftigungsfähigkeit der Betroffenen durch diese Form der betrieblichen Weiterbildung nicht wesentlich verbessert. Umfangreiche Qualifizierungen dürften ohnehin die Ausnahme bleiben, so Crimmann und Wießner. mehr...
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 | 60 Millionen Euro für bessere Bildung vor Ort (17.06.2009) Das größte Programm des Bundes zur Weiterentwicklung des lebensbegleitenden Lernens ist einen wichtigen Schritt vorangebracht worden: Die besten Konzepte deutscher Kommunen für innovative regionale Bildungsangebote wurden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgezeichnet.
"Mit dem 60 Millionen Euro umfassenden Programm stärken wir in einer einmaligen Partnerschaft aus Bund, Kommunen und Stiftungen den Standortfaktor Bildung", sagte die Staatssekretärin im BMBF, Cornelia Quennet-Thielen, in Berlin. mehr...
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 | Bildungsurlaub als Instrument zur Erhöhung der Weiterbildungsbeteiligung weiterentwickeln (16.06.2009) Bereits 1974 hatte das Land Bremen ein Bildungsurlaubsgesetz beschlossen. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern haben die Möglichkeit auf Bildungsfreistellung für anerkannte Bildungsveranstaltungen unter Weiterzahlung ihres Gehalts. Es wird von einer Bildungsurlaubsbeteiligung von deutlich unter fünf Prozent ausgegangen. SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN fordern Änderungen am Gesetz, damit die Weiterbildungsbeteiligung deutlich gesteigert wird. mehr...
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 | Endlich ist der Mindestlohn in Sicht (16.06.2009) Endlich ist ein Mindestlohn für Menschen in Sicht, die im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit Arbeitslose qualifizieren. Nachdem der Bundestag schon zuvor beschlossen hatte, die Weiterbildungsbranche ins Arbeitnehmerentsendegesetz (AEntG) aufzunehmen, stimmte im Februar auch der Bundesrat zu. ver.di als federführende Gewerkschaft hatte sich lange für eine solche Regelung eingesetzt und bis zuletzt intensiv dafür gekämpft, dass die Weiterbildung als eine von sechs neuen Branchen in das Gesetz aufgenommen wurde. Damit werden hoffentlich endlich auch bald Lohnuntergrenzen für solche Firmen zwingend, die nicht im Arbeitgeberverband organisiert sind. mehr...
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 | Finanzierung des 3. Ausbildungsjahres kann auch durch Teilnehmer sichergestellt werden (13.06.2009) Nach den gesetzlichen Bestimmungen können Arbeitnehmer zur Wiedereingliederung oder zur Abwendung drohender Arbeitslosigkeit durch Übernahme von Weiterbildungskosten gefördert werden. Bedingung hierfür ist, dass eine fachkundige Stelle die Weiterbildungsmaßnahme für die Förderung zugelassen hat. Dazu muss unter anderem die Dauer der Weiterbildungsmaßnahme angemessen sein. Dies ist bei einer Vollzeitmaßnahme dann der Fall, wenn sie gegenüber einer entsprechenden Berufsausbildung um mindestens ein Jahr verkürzt ist. Ist eine solche Verkürzung gesetzlich ausgeschlossen, so ist die Förderung dennoch möglich, wenn bereits zu Beginn der Maßnahme die Finanzierung für die gesamte Dauer der Weiterbildung gesichert ist. mehr...
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 | Mehr Zeit für Bildung -Stimmt das wirklich? (11.06.2009) Die Wirtschaftskrise soll genutzt werden, um die Zeit der Kurzarbeit sinnvoll mit beruflicher Weiterbildung zu nutzen. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) stellt dafür erhebliche Mittel zur Verfügung. Wird die Kurzarbeit wirklich für die Weiterbildung genutzt? Ein Bericht aus der Metallindustrie in Berlin geht dieser Frage nach. mehr...
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 | Perspektiven für die Beschäftigten in der Weiterbildung (11.09.2009) Welche Entwicklung hat die Tarifpolitik in der Weiterbildung in den letzten Jahren genommen? Was muss geschehen, damit der ruinöse Preiswettbewerb in Teilen der Weiterbildung nicht weiter auf Kosten des Personals ausgetragen wird? Dass waren Fragen, die sich die Teilnehmer auf dem SPD Workshop „Gute Arbeit – Gute Weiterbildung“ in Berlin gestellt haben.
Wir dokumentieren hier die Rede von Petra Gerstenkorn, die am 3. Juni von Renate Singvogel auf dem SPD Workshop „Gute Arbeit – Gute Weiterbildung“ vorgetragen wurde. mehr...
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 | Die soziale Lage und damit zugleich die Kreativität von Solo-Selbstständigen sichern! (09.06.2009) Am 22. August 2009 findet in Hannover der Landesselbstständigentag des ver.di Landesbezirks Niedersachsen-Bremen statt. In mehreren Referaten geht es um Fragen wie soziale Absicherung, Sicherung von Mindesteinkommen oder Anforderungen und Förderstrukturen zur Fort- und Weiterbildung von Selbstständigen. Ein attraktives Programm wartet hier auch auf Teilnehmer aus der Weiterbildung. mehr...
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 | Finanznöte sind Ursache für den Fachkräftemangel (08.06.2009) Ingrid Ambos hat für das Deutsches Institut für Erwachsenenbildung hat die letzte Umfrage des WeiterbildungsMonitor 2008 hinsichtlich der Personalentwicklung bei Weiterbildungsanbietern untersucht. Von 1.849 Befragungsteilnehmern haben über 900 die Zusatzfrage: „Welche besonderen Herausforderungen sehen Sie in Bezug auf die Personalentwicklung in Ihrer Einrichtung?“ beantwortet.
Klar wird dabei, dass der Druck auf die Preise und damit die Entgelte der Beschäftigten bei den Weiterbildungsträgern angekommen ist. Sowohl die Rekrutierung wie die Bezahlung von qualifiziertem Personal stellt ein besonders gravierendes Problem der Anbieter dar. Die offenbar enger werdenden finanziellen Spielräume wirken sich als zentrale Schwierigkeit bei der Personalentwicklung aus. Fehlende materielle Ressourcen führen zu einem Fachkräftemangel beim Lehrpersonal. Sind Weiterbildungseinrichtungen verstärkt mit der Gestaltung des demographischen Wandels ihrer Belegschaft konfrontiert, so scheint sich das Problem der Rekrutierung qualifizierter Nachwuchskräfte zusätzlich zu verschärfen. mehr...
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 | Mit prekärer Beschäftigung ist keine gute Weiterbildung zu machen (06.06.2009) Die SPD-Bundestagsfraktion unterstützt die Gewerkschaften in ihren tariflichen Bemühungen um einheitliche Bedingungen in der Weiterbildung. Denn ohne gesetzliche Mindeststandards drohe ein allein kostengetriebener Negativwettbewerb um günstigste Preise, erklären Ulla Burchardt und Ernst-Dieter Rossmann. Eine gute, qualitative Weiterbildung könne es nicht zum Discounttarif geben. Drei von vier Beschäftigten arbeiten in der Weiterbildung auf einer Honorarbasis, die zumeist nicht auskömmlich ist. mehr...
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 | Neue ESF-Sozialpartner-Richtlinie stärkt der beruflichen Weiterbildung den Rücken (06.06.2009) Mit 140 Millionen Euro fördern das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Europäische Sozialfonds (ESF) in den nächsten Jahren die Weiterbildung von Beschäftigten. Ziel der neuen Sozialpartnerrichtlinie ist es, die Anpassungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken und die Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu erhöhen. mehr...
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 | Qualifizierungsoffensive Niedersachsen (06.06.2009) Kammern, Unternehmerverbände, die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die niedersächsische Landesregierung haben eine Qualifizierungsoffensive für Niedersachsen beschlossen. Der DGB war aus der Initiative ausgestiegen, da die von der Landesregierung geplante Qualifizierungsoffensive zu kurz greife und zudem einseitig auf die Interessen der Arbeitgeberverbände, Kammern und Ministerien ausgerichtet sei. Nach Darstellung der Landesregierung werden 2009 die Mittel für die berufliche Weiterbildung um 3,5 Millionen auf 18,5 Millionen aufgestockt. Auffällig ist zudem, das die Träger der allgemeinen und politischen Weiterbildung (Volkshochschulen und andere) weder in dem Papier erwähnt werden noch zusätzliche Mittel für die Weiterbildung erhalten sollen. mehr...
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