Willkommen beim Netzwerk Weiterbildung

Wir bieten Informationen und Hilfen für alle Beteiligten bei Fragen der beruflichen und politischen Bildung und Weiterbildung.

Unser Ziel ist die Reflektion und Verbesserung der beruflichen Situation der Weiterbildungsbeschäftigten. Die Grundsätze unserer redaktionellen Arbeit finden sie unter Über uns/Aktuelles.

Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung in der Weiterbildung finden sie unter Weiterbildung in Deutschland.



Keine Annäherung in der zweiten Verhandlungsrunde

(30.11.2016) Die zweite Verhandlungsrunde zum Mindestlohn in der SGB II/SGB III finanzierten Weiterbildung brachte kein Ergebnis. Die Arbeitgeber beharren auf ihrem völlig ungenügenden Angebot von 2 mal 2 Prozent. Nach Meinung der Arbeitgeber würden ab 2019 schlechte Jahre in der betrieblichen Weiterbildung anbrechen. Belege dafür konnten sie, wenn wunderst, nicht vorlegen.
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Was ist los bei der Deutschen Angestellten Akademie (DAA)?

(26.11.2016) Vor langer Zeit gehörte die DAA zur Deutschen Angestellten Gewerkschaft, einer Gründungsgewerkschaft von ver.di. Zu dieser Zeit war es unstrittig, dass DAA und DAG nicht unabhängig voneinander sind und damit keine Tarifverträge zwischen DAA und DAG möglich waren.

Nach der Gründung von ver.di wurde die DAA in eine Stiftung umgewandelt. Die Geschäftsführung der DAA war immer der Meinung, dass auch zwischen der DAA und ver.di keine Unabhängigkeit bestehen würde. Folglich wurden die Lohn- und Arbeitsbedingungen nicht in Tarifverträgen, sondern in Betriebsvereinbarungen geregelt.

Damit ist jetzt Schluss. Das Landesarbeitsgericht Hamburg hat am 8. Juli 2016 entschieden, dass die bestehenden Betriebsvereinbarungen rechtsunwirksam sind und die DAA ein tariffähiges Unternehmen ist. Wir haben daher eine Tarifkommission gewählt und die Geschäftsleitung aufgefordert, in Tarifverhandlungen einzutreten. Zunächst gilt es, alle rechtsunwirksamen Betriebsvereinbarungen in tarifvertragliche Regelungen umzuwandeln. Das ist notwendig, weil es sonst für die Beschäftigten keine Rechtssicherheit hinsichtlich ihrer Ansprüche gibt. Einseitige Erklärungen der Geschäftsführung, die Vereinbarungen weiter einzuhalten, ersetzen keine Tarifverträge.
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Berliner rot-rot-grüne Koalition will das Honorarunwesen im öffentlichen Bereich angehen

(24.11.2016) In vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes werden zunehmend Honorarkräfte eingesetzt. Die Honorare reichen nicht aus, um anständig davon zu leben. Für eine eigene Altersvorsorge ist kein Geld da. In einigen Bereichen will der neue rot-rot-grüne Senat in Berlin nun gegensteuern.

Im Hochschulbereich sollen die Honorare erhöht werden, Lehraufträge im regulären Unterrichtsbetrieb sollen reduziert werden. An den Volkshochschulen und Musikschulen sollen dauerhafte Tätigkeiten von Honorarverträgen in Arbeitsverträge umgewandelt werden. Außerdem will sie die Forderung nach Tarifverträgen für arbeitnehmerähnliche Beschäftigte erfüllen und entsprechende Verträge abschließen.

Im Bereich der Künstler*innen will die Stadt Berlin Mindesthonorare bei öffentlich geförderten Projekten durchsetzen. Bei Ausstellungen sollen mit Landesmittel geförderte Institutionen künftig bei allen Ausstellungen Honorare an die ausstellenden Künstler*innen bezahlen.
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Noch keine Einigung in Sicht. Arbeitgeber spielen den billigen Jakob!

(21.11.2016) Soll der Mindestlohn in der überwiegend SGB II/SGB III geförderten Weiterbildung über 2017 hinaus weiter gelten, dann muss ein neuer Tarifvertrag für die Zeit ab 2018 her. Bekanntlich steigt der Mindestlohn in diesem Bereich zum 1. Januar 2017 einheitlich in Ost und West auf 14,60 Euro die Stunde.

Die Tarifkommission fordert eine Steigerung in drei Schritten auf dann 18,60 Euro die Stunde. Die Arbeitgeber bieten lediglich 4 Prozent (oder knapp 60 Cent) in 2 Schritten an auf dann 15,20 Euro die Stunde an. Die Vorstellungen liegen sichtbar weit auseinander. Die nächste Verhandlung findet am 28. November in Hannover statt.
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Gebrauchsanweisung fürs lebenslange Lernen

(14.11.2016) Die meisten Beschäftigten können sich nicht so effektiv weiterbilden, wie sie es gerne möchten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Vodafone-Stiftung, an der mehr als 10.000 Mitarbeitern aus Betrieben unterschiedlicher Größen und Branchen in ganz Deutschland teilgenommen haben.

Die Mehrheit der Befragten gibt an, dass man im Berufsleben Neues hinzulernen müsse. 80 Prozent befürchten negative Auswirkungen, wenn sie sich nicht fortbilden würden. Doch nur die Wenigsten fühlen sich dabei von ihrem Arbeitgeber ausreichend unterstützt: lediglich acht Prozent sehen die Lernkultur in ihrem Unternehmen als gut oder sehr gut an, und noch nicht einmal jeder Zehnte fühlt sich von seinem Vorgesetzten gut bis sehr gut beim Lernen unterstützt.
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